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Weltweite Trauer um Papst Franziskus – Pontifex in Kapelle aufgebahrt

Annett_Klingner (CC0), Pixabay

Der Tod von Papst Franziskus bewegt Gläubige und Staatschefs auf der ganzen Welt. Der Leichnam des verstorbenen Pontifex wird heute Abend in der Kapelle seines letzten Wohnsitzes, der Casa Santa Marta im Vatikan, aufgebahrt. Dort können enge Vertraute, Geistliche und Mitarbeiter des Vatikan Abschied nehmen, bevor sich die Weltöffentlichkeit von einem der bedeutendsten Kirchenführer der Gegenwart verabschiedet.

Tod offiziell festgestellt – neuer Ritus nach Franziskus’ eigener Anordnung

Die offizielle Feststellung des Todes übernimmt heute um 20.00 Uhr der Kardinalkämmerer Kevin Farrell – jedoch nicht mehr im Sterbezimmer, wie es jahrhundertelang üblich war. Diese Änderung hatte Franziskus selbst in einer neuen Begräbnisordnung für Päpste verfügt. Demnach wird der Tod künftig im Rahmen eines liturgischen Ritus in der Kapelle bestätigt – ein bewusster Schritt hin zu mehr Spiritualität und weniger Personenkult.

Eine Welt nimmt Abschied – Stimmen der Würdigung

Weltweit würdigten Staats- und Kirchenvertreter das Wirken des 266. Papstes der Kirchengeschichte:

  • Angela Merkel, frühere Bundeskanzlerin, nannte ihn einen „wahren Freund der Menschen“, der „auch unbequeme Wahrheiten nicht gescheut“ habe.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach von einem „leuchtenden Zeichen der Hoffnung“ und einem „überzeugenden Christen“, der durch seine Bescheidenheit und Aufrichtigkeit beeindruckt habe.
  • König Charles III. hob besonders Franziskus’ Fürsorge für Mensch und Umwelt hervor. Seine Stimme für die Armen und seine Mahnungen zum Klimaschutz seien weltweit gehört und geschätzt worden.

Franziskus: Ein Papst des Volkes

Franziskus war der erste Papst aus Lateinamerika und der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri. Seit seiner Wahl 2013 galt er als Papst der Erneuerung, der versuchte, eine Kirche im Geist der Barmherzigkeit und Nähe zu den Menschen zu leben. Seine Bescheidenheit – sichtbar unter anderem in der Wahl eines schlichten Wohnsitzes – und seine offenen Worte zu Themen wie Migration, Armut, Umwelt und Missbrauch machten ihn zu einer moralischen Instanz auch über die Grenzen der katholischen Kirche hinaus.

Ausblick

Der genaue Ablauf der Beisetzung wird in den kommenden Tagen bekanntgegeben. Es wird erwartet, dass Hunderttausende in den Vatikan pilgern werden, um Abschied von Papst Franziskus zu nehmen – einem Kirchenführer, der vielen als Stimme der Menschlichkeit in einer zerrissenen Welt galt. Sein Erbe: eine Kirche, die sich öffnen wollte – und ein Pontifex, der mehr Brücken als Mauern baute.

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