Laut einem internen Dokument des US-Außenministeriums, das CNN vorliegt, erwägt die Trump-Administration die Schließung von insgesamt 27 diplomatischen Vertretungen weltweit – darunter 10 Botschaften und 17 Konsulate.
🏛️ Betroffene Länder und Regionen
Die Schließungen würden sich auf mehrere Weltregionen erstrecken:
- Botschaften u. a. in:
- Malta
- Luxemburg
- Lesotho
- Republik Kongo
- Zentralafrikanische Republik
- Südsudan
- Konsulate u. a. in:
- Frankreich (5)
- Deutschland (2)
- Bosnien-Herzegowina (2)
- Vereinigtes Königreich (1)
- Südafrika (1)
- Südkorea (1)
Die Aufgaben geschlossener Vertretungen sollen durch benachbarte Außenposten übernommen werden.
⚖️ Hintergrund und Begründung
Die Pläne sind Teil eines umfassenderen Programms zur Verkleinerung der US-Bundesverwaltung, das u. a. vom „Department of Government Efficiency“ unter Mitwirkung von Elon Musk unterstützt wird.
Laut dem Dokument wurden die Posten nach mehreren Kriterien bewertet:
- Konsularische Auslastung
- Kosten pro US-Direktbeschäftigtem
- Sicherheitslage
- Zustand der Einrichtungen
- Rückmeldungen aus den Regionen und US-Behörden
Auch in Japan und Kanada ist eine Umstrukturierung („Resizing“) großer US-Missionen geplant, inklusive Konsolidierung von Aufgaben und schlankerer Personalstruktur.
📣 Reaktionen und Unsicherheit
Das US-Außenministerium hat sich zu den konkreten Plänen nicht offiziell geäußert. Sprecherin Tammy Bruce verwies auf laufende Haushaltsverhandlungen und bezeichnete frühzeitige Medienberichte als „nicht bestätigt oder falsch“.
Ob Außenminister Marco Rubio die Vorschläge bereits genehmigt hat, ist derzeit unklar.
Lediglich zwei der betroffenen Botschaften (Malta und Luxemburg) haben aktuell neue Botschafter-Nominierungen erhalten – ein Hinweis darauf, dass manche Schließungen noch nicht beschlossen sind.
🌍 Kritik und Bedeutung
Diplomatische Vertretungen erfüllen wichtige Aufgaben:
- Visa-Erteilung
- Konsularhilfe für US-Bürger
- Informationsgewinnung und -weitergabe nach Washington
- Repräsentation geopolitischer Interessen
Gerade angesichts des globalen Wettbewerbs mit China sehen viele Experten die Schließung diplomatischer Posten kritisch.
🧾 Fazit
Die Trump-Regierung setzt ihren Kurs der Staatsverkleinerung und Umstrukturierung auch in der Außenpolitik fort – mit möglichen langfristigen Folgen für die globale Präsenz und Handlungsfähigkeit der USA.