ADAC-Präsident Christian Reinicke hat genug – von den Wucherpreisen an Ladesäulen, versteht sich. In einem Interview mit den Funke-Zeitungen stellte er klar: Strom fürs Elektroauto ist zu teuer. Eine bahnbrechende Erkenntnis, die vermutlich jeden E-Auto-Besitzer überrascht hat. Reinicke fordert deshalb nicht nur eine verlässliche Ladeinfrastruktur, sondern auch verlässlich hohe Preise, die dann wenigstens planbar sind. Denn eins ist sicher: Billiger wird’s nicht.
„Der Ladepreis für den Strom ist viel zu hoch und wird absehbar auch eher nicht sinken“, so Reinicke. Na, das sind ja Aussichten! Da fragt man sich glatt, ob die Vision der Elektromobilität darin besteht, dass das Laden teurer wird als das Tanken. Vielleicht will man ja auf diesem Wege die gute alte Verbrenner-Romantik zurückholen?
Steuerliche Vorteile? Bloß nicht!
Doch keine Sorge, liebe Steuerzahler: Steuerliche Vorteile für den Kauf von E-Autos? Auf keinen Fall! Reinicke ist da ganz pragmatisch: „Wenn ich kein Geld habe, kann ich nicht auch noch Steuervergünstigungen versprechen, die ich möglicherweise nicht halten kann oder wieder abkündigen muss.“ Ein erfrischend ehrliches Statement – schließlich ist es viel einfacher, Autofahrern beim Laden das Geld aus der Tasche zu ziehen, als ihnen beim Kauf ein paar Steuern zu erlassen.
Fazit: Laden bleibt teuer, aber immerhin konstant
Während der ADAC also fleißig hohe Ladepreise anprangert, bleibt der Ausblick für Elektroautofahrer klar: Das Laden bleibt teuer, die Steuervorteile bleiben aus, und die Infrastruktur bleibt… naja, wie sie ist. Aber hey, immerhin wissen wir jetzt, dass sich daran absehbar nichts ändern wird. Und das ist doch auch eine Art von Verlässlichkeit.