Die Zahl der Todesopfer der verheerenden Brände in Los Angeles ist nach neuesten Angaben der Gerichtsmedizin auf mindestens 27 gestiegen. Wie Bezirkssheriff Robert Luna mitteilte, wird erwartet, dass diese Zahl weiter steigt, da Suchteams weiterhin die Überreste der zerstörten Gebäude durchsuchen. In einigen Gebieten halten die Behörden Evakuierte weiterhin fern, da dort weitere Opfer vermutet werden.
Gefahren verhindern eine schnelle Rückkehr
Viele Evakuierte äußern Unmut über die Zugangsbeschränkungen, doch die Behörden betonen, dass eine Rückkehr derzeit zu gefährlich sei. Strom-, Gas- und Abwasserleitungen seien zerstört, zudem gebe es eine hohe Belastung durch Giftstoffe in den betroffenen Gebieten. Hinzu komme das Risiko von Schlammlawinen und Erdrutschen, das durch die geschädigte Bodenstruktur verstärkt werde. Eine Rückkehr werde frühestens in einer Woche möglich sein, erklärte Luna auf einer Pressekonferenz.
Brände breiteten sich rasant aus
Die Feuer brachen am vergangenen Dienstag in der Umgebung von Los Angeles aus und wurden durch starke Winde weiter angefacht. Innerhalb kürzester Zeit breiteten sie sich explosionsartig aus. Mehr als 180.000 Menschen mussten zeitweise ihre Häuser verlassen, und etwa 12.000 Gebäude wurden zerstört, darunter zahlreiche Villen im gehobenen Stadtteil Pacific Palisades.
Die Einsatzkräfte arbeiten weiterhin daran, die Brände unter Kontrolle zu bringen und betroffene Gebiete sicher für eine Rückkehr zu machen.