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US-Bananenkonzern Chiquita verurteilt

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_Alicja_ (CC0), Pixabay

Der US-Bananenkonzern Chiquita ist wegen seiner Verbindungen zu Paramilitärs in Kolumbien erneut verurteilt worden. Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat Florida entschied, dass Chiquita 38,3 Millionen Dollar Schadenersatz an die Familien von acht Kolumbianern zahlen muss, die von den Vereinigten Selbstverteidigungskräften Kolumbiens (AUC) getötet wurden.

Chiquita hatte die AUC finanziell unterstützt und konnte nicht nachweisen, dass es sich dabei um Schutzgelder handelte. Die Zahlungen an die AUC wurden als direkte Unterstützung für die paramilitärische Gruppe gewertet, die für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien verantwortlich ist.

Chiquita äußerte sich zunächst nicht zu dem Urteil. Dies ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen wegen ähnlicher Vorwürfe vor Gericht steht. Bereits in der Vergangenheit hatte Chiquita aufgrund seiner Verbindungen zu bewaffneten Gruppen in Kolumbien juristische Konsequenzen zu tragen.

Die Entscheidung des Gerichts sendet ein starkes Signal an internationale Unternehmen, dass finanzielle Verbindungen zu paramilitärischen Gruppen nicht toleriert werden. Menschenrechtsorganisationen begrüßen das Urteil und sehen darin einen wichtigen Schritt zur Gerechtigkeit für die Opfer der Gewalt in Kolumbien.

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