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Vorsicht beim Kauf von Supermarkt-Brot: Gesundheitsrisiken und Qualitätsunterschiede

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TiBine (CC0), Pixabay

Wer Brot im Supermarkt anstatt beim Bäcker kauft, sollte die Unterschiede kennen. Bei manchen Verbrauchern steht gar die Gesundheit auf dem Spiel.

Qualitätsunterschiede bei Brot: Bäcker vs. Supermarkt

Die Deutschen lieben ihr Brot. Im Jahr 2023 kauften Kunden hierzulande laut dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks insgesamt über 1,6 Millionen Tonnen des Gebäcks. Doch die Qualität variiert stark. Das Supermarkt-Brot kann nicht mit den frisch zubereiteten Waren beim Bäcker mithalten – vereinzelt birgt es gar potenzielle gesundheitliche Risiken.

Supermärkte und Discounter locken mit Tiefpreisen

Supermärkte und Discounter wie Aldi, Lidl oder Rewe bieten in ihren eigenen Theken Backwaren aller Art an. Dazu zählen neben Laugenstangen, Donuts oder Brötchen auch verschiedenste Brotlaibe. Ein schneller Griff mit der Zange in das jeweilige Fach, die Ware in die Tüte und schon hat das Brot den Besitzer gewechselt.

Das Supermarkt-Gebäck erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit: Jeder fünfte Verbraucher kauft sein Brötchen am liebsten an den Selbstbedienungs-Theken in den Supermärkten und Discountern, berichtet die Ratgeber-Seite Utopia.de. Kaum lange Schlangen und die im Vergleich zu Handwerksbäckereien häufig unschlagbaren Niedrigpreise machen das Supermarkt-Angebot für viele attraktiv.

Massenware statt Handwerkskunst

Doch was viele Verbraucher nicht wissen: Das Brot aus dem Supermarkt oder Discounter ist das Resultat von Fließband-Produktionen aus ganz Europa. Die „Teiglinge“ landen tiefgekühlt bei den Supermarkt-Ketten und werden dort nur aufgebacken oder aufgetaut. Dies unterscheidet sie von traditionellen Handwerksbäckereien, die oftmals noch alles selbst herstellen und dem Teig die nötige Zeit zur Gärung lassen.

Gesundheitsrisiken durch Zusatzstoffe

Damit Supermarkt-Brot lange haltbar bleibt und auch nach einiger Zeit noch einen schmackhaften Eindruck vermittelt, ist es mit künstlich hergestellten Enzymen versehen. Bis zu neun Wochen könne das Gebäck dadurch frisch bleiben, berichtet der rheinland-pfälzische Radiosender RPR1.

Der Vorteil der Supermärkte und Discounter: Dass ihr Gebäck Enzyme enthält, müssen sie nicht auf der Zutatenliste kenntlich machen. In manchen Broten sind bis zu 250 Enzyme enthalten, die für ein gutes Volumen, eine schnellere Reifung des Teigs und für eine schöne Kruste sorgen, berichtet der NDR. Diese Enzyme und Zusatzstoffe können bei bestimmten Verbrauchern gesundheitliche Probleme verursachen. Wer beispielsweise einen Reizdarm hat, kann durch die Enzyme Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme bekommen. Insbesondere sogenannte FODMAPs können dafür ursächlich sein.

Wettbewerbsvorteil für Supermärkte und Discounter

Abgesehen von den gesundheitlichen Risiken haben die Billigprodukte bei Supermärkten und Discountern auch ökonomische Auswirkungen. Nach Angaben des NDR haben es traditionelle Handwerksbäckereien heutzutage immer schwerer, sich gegen Massenware zu behaupten. Die günstige und schnelle Produktion der Teiglinge und der damit verbundene niedrigere Preis sorgen bei vielen Bäckereien für einen Wettbewerbsnachteil.

Laut dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks sank die Zahl der Betriebe zwischen 2009 und 2019 von rund 15.000 auf nur noch etwa 10.500. Erst im Oktober 2023 musste die deutsche Bäckerei „Lila Bäcker“ Insolvenz anmelden und alle landesweiten 160 Bäckereien schließen. Allerdings war die Discounter-Konkurrenz hier offenbar nicht hauptsächlich ausschlaggebend für das Aus: Das Unternehmen gab die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise als Ursache an.

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