Start Allgemein Studie enthüllt: Westdeutsche Konzerne nutzten DDR-Zwangsarbeit

Studie enthüllt: Westdeutsche Konzerne nutzten DDR-Zwangsarbeit

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craigclark (CC0), Pixabay

Eine aktuelle Studie der Berliner Humboldt-Universität legt offen, dass zahlreiche westdeutsche Unternehmen massiv von der Zwangsarbeit politischer Gefangener in der DDR profitierten. Die Untersuchung, die von Opferverbänden in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass bis zum Jahr 1989 führende Konzerne wie Aldi, Quelle und Otto Waren von DDR-Häftlingen herstellen ließen, darunter Produkte wie Elektromotoren und Damenstrumpfhosen.

Die Studienergebnisse enthüllen, dass jährlich bis zu 30.000 Häftlinge in der DDR unter oft unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden. Die politischen Gefangenen, die in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt wurden, litten nicht nur unter den harten Arbeitsbedingungen, sondern trugen auch langfristige körperliche und psychische Schäden davon. Die betroffenen Unternehmen bezogen systematisch und profitabel Produkte, die unter diesen erschütternden Umständen gefertigt wurden, was tiefgreifende ethische Fragen aufwirft.

Die Studie wirft ein neues Licht auf die Verstrickungen zwischen westdeutschen Wirtschaftsakteuren und dem DDR-Regime und fordert eine Auseinandersetzung mit dieser dunklen Seite der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Opferverbände und Betroffene erhoffen sich durch die Veröffentlichung der Studienergebnisse eine verstärkte Aufmerksamkeit für die Leiden der Zwangsarbeiter und fordern eine angemessene Aufarbeitung sowie Entschädigung.

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