Start Allgemein Lars Krüner aus Chemnitz am Pranger der Öffentlichkeit

Lars Krüner aus Chemnitz am Pranger der Öffentlichkeit

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qimono (CC0), Pixabay

Im sächsichen Riesa hat sich eine dramatische Situation im Pflegeheim „Primavita“ abgespielt. Über sieben Monate hinweg zahlte der Betreiber des Heims, Lars Krüner, seinen Pflegekräften und Mitarbeitern kein Gehalt.

Die Pflegekräfte waren verzweifelt. Sie hatten bereits mehrfach Mahnungen ausgesprochen und Versprechungen erhalten, dass Krüner doch noch ihre Löhne bezahlen würde. Doch alles blieb aus. Schließlich fassten die Mitarbeiter einen folgenschweren Entschluss: Sie legten die Arbeit nieder, was aus ihrer Situationssichtsweise völlig nachvollziehbar ist.

Nun aber griff auch die Heimaufsicht griff , um die drohende Versorgungslücke für die teilweise bettlägerigen Bewohner zu verhindern. Sie ordnete die Evakuierung des Risaer Heims in dieser Woche an. Am Donnerstag war es dann swoweit, die 30 Bewohner des Heims wurden auf andere Einrichtungen in Riesa, Meißen und Radebeul verteilt. Thomas L. von der Sächsischen Heimaufsicht betonte: „Alle Bewohner sind gut versorgt, keiner von ihnen bleibt unversorgt.“

Die Beschäftigten des Heims beabsichtigen, ihre ausstehenden Löhne auf juristischem Wege einzufordern. Die Pflegekräfte des Heims haben sich über Moante trotz der ausbleibenden Zahlungen weiter um die Bewohner gekümmert. „Wir haben das getan, was wir für richtig gehalten haben“, sagte eine Pflegerin. „Wir mussten uns um unsere Bewohner kümmern, egal, was passiert.“

Die Ereignisse in Riesa sind ein weiteres Beispiel für die prekäre Situation in der Pflegebranche. Immer mehr Pflegekräfte kämpfen um ihre Rechte und die Rechte der Pflegebedürftigen.Man muss aber an dieser Stelle auch dann einmal die Person des Unternehmensverantwortlichen hinterfragen. Ein Unternehmer der so handelt, ist der überhaupt noch geeignet dafür?

 

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