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Angriff auf jüdischen Mann in Düsseldorf: Polizei fahndet nach zwei Tatverdächtigen

geralt / Pixabay

Nach einem Angriff auf einen 35-jährigen jüdischen Mann in Düsseldorf fahndet die Polizei mit Bildern nach zwei Tatverdächtigen. Der Staatsschutz ermittelt. Nach Angaben der Polizei sollen die beiden Männer den 35-Jährigen mit Schlägen und Tritten angegriffen haben.

Die Tat ereignete sich bereits am 22. September gegen 20.30 Uhr am Rathausufer. Nun bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe bei der Identifizierung der beiden gesuchten Männer.

Zunächst soll eine Frau den Mann beleidigt haben

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand war der 35-Jährige gemeinsam mit seiner Freundin unterwegs. Er trug eine Kippa sowie einen Pullover mit der Aufschrift „Israel Defense Forces“.

Nach Angaben der Polizei soll zunächst eine Frau, die gemeinsam mit einer weiteren Frau auf einer Bank saß, den Mann als „Kindermörder“ beschimpft haben.

Daraufhin entwickelte sich ein Streitgespräch.

Im weiteren Verlauf sollen sich zwei Männer eingemischt und den 35-Jährigen mit Schlägen und Tritten attackiert haben.

Ob und in welcher Beziehung die beiden Männer zu den zuvor beteiligten Frauen standen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Passanten griffen ein

Drei Passanten bemerkten die Auseinandersetzung und schritten ein. Dadurch konnte der Angriff beendet werden.

Nach den veröffentlichten Angaben wurde dabei auch einer der Helfer durch einen Faustschlag verletzt. Der 35-Jährige erlitt leichte Verletzungen.

Die beiden gesuchten Männer sowie die Frauen entfernten sich anschließend vom Tatort.

Staatsschutz ermittelt

Da nach dem bisherigen Tatablauf ein antisemitischer Hintergrund in Betracht kommt, ermittelt der Staatsschutz.

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf verurteilte den Angriff als antisemitisch.

Für die rechtliche Bewertung ist dennoch wichtig: Die beiden auf den Fahndungsbildern abgebildeten Männer gelten als Tatverdächtige. Ob sie tatsächlich für den Angriff verantwortlich sind und welche Straftatbestände ihnen gegebenenfalls vorgeworfen werden können, muss im weiteren Ermittlungsverfahren geklärt werden.

Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Polizei veröffentlicht Bilder der Gesuchten

Die Polizei beschreibt einen der gesuchten Männer als etwa 1,75 Meter groß. Er soll dunkle, schulterlange und gelockte Haare haben und zur Tatzeit einen auffälligen roten Jogginganzug getragen haben.

Der zweite Tatverdächtige soll ungefähr 1,80 Meter groß sein und kurze dunkle Haare haben.

Die Veröffentlichung der Fahndungsbilder soll dabei helfen, die Identität der Männer festzustellen.

Hinweise an die Polizei

Wer die abgebildeten Tatverdächtigen erkennt oder Angaben zu deren Identität beziehungsweise Aufenthaltsort machen kann, sollte sich an die Polizei wenden.

Hinweise nimmt die Polizei Düsseldorf unter der Telefonnummer 0211 8700 entgegen.

Von eigenen Nachforschungen oder einer öffentlichen Namensnennung aufgrund bloßer Vermutungen sollte abgesehen werden. Hinweise gehören unmittelbar an die Ermittlungsbehörden.

Der Fall zeigt zugleich, warum eine schnelle Aufklärung von Straftaten mit einem möglichen antisemitischen Motiv von besonderer Bedeutung ist. Ob sich der bislang angenommene Hintergrund im weiteren Verfahren bestätigt und wer für den Angriff verantwortlich ist, müssen nun die Ermittlungen klären.

 

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