Schwere Unwetter haben in Teilen Spaniens Überschwemmungen und Sturzfluten ausgelöst. Besonders betroffen war zunächst die Gemeinde Madrigueras in der Provinz Albacete. Dort verwandelten sich Straßen innerhalb kurzer Zeit in reißende Wasserströme. Fahrzeuge wurden von den Wassermassen erfasst und mitgerissen.
Eine 102 Jahre alte Frau kam ums Leben. Rund 90 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.
Die Gefahr ist jedoch noch nicht vorbei. Inzwischen richtet sich der Blick besonders auf Katalonien und Barcelona. Dort wurde die Unwetterwarnung deutlich verschärft.
Höchste Warnstufe für Barcelona
Der spanische Wetterdienst AEMET warnt für die Küstenregion der Provinz Barcelona vor außergewöhnlich starken Regenfällen.
Nach der aktuellen Warnlage soll für den Küstenbereich von Barcelona ab Samstagabend, 3. Oktober, 21 Uhr, die höchste Warnstufe Rot gelten. Die Warnung reicht zunächst bis in den Sonntag hinein.
Erwartet werden örtlich Regenmengen von bis zu 90 Litern pro Quadratmeter innerhalb nur einer Stunde. Innerhalb von zwölf Stunden könnten bis zu 200 Liter pro Quadratmeter fallen.
Solche Regenmengen können innerhalb kürzester Zeit zu gefährlichen Überschwemmungen führen.
Auch für die Stadt Barcelona selbst ist die Entwicklung deshalb von Bedeutung. Die Stadt hat ihren kommunalen Notfallplan wegen der drohenden Überschwemmungsgefahr aktiviert.
Katastrophenschutz aktiviert Hochwasserplan
Auch der katalanische Katastrophenschutz hat reagiert. Der Hochwasser- und Überschwemmungsplan INUNCAT wurde aktiviert.
Für mehrere Gebiete Kataloniens besteht eine sehr hohe Gefahr durch Starkregen. Besonders problematisch sind tiefer gelegene Straßen, Unterführungen, Flussläufe und normalerweise trockene Bäche, die sich innerhalb weniger Minuten in reißende Wasserströme verwandeln können.
Die Behörden warnen ausdrücklich davor, überflutete Straßen mit dem Auto zu durchqueren.
Sturzfluten können Autos mitreißen
Wie gefährlich solche Wassermassen werden können, zeigte sich bereits in Madrigueras.
Dort fielen nach Angaben der Regionalregierung rund 142 Liter Regen pro Quadratmeter. Straßen, Häuser, Keller und Garagen wurden überflutet.
Autos wurden von den Wassermassen erfasst und teilweise gegeneinandergeschoben.
Im Haus der 102-jährigen Frau soll das Wasser etwa einen Meter hoch gestanden haben. Für die Bewohnerin kam jede Hilfe zu spät.
Auch in anderen Regionen Spaniens kam es zu Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen.
Warnung ist auch für Urlauber wichtig
Die aktuelle Warnlage ist insbesondere für Reisende wichtig, die sich derzeit in Barcelona oder anderen Teilen Kataloniens aufhalten.
Bei der höchsten Warnstufe Rot können außergewöhnliche Wetterbedingungen auftreten. Urlauber sollten deshalb die Hinweise der örtlichen Behörden beachten und ihre Reise- und Ausflugsplanung gegebenenfalls anpassen.
Besonders wichtig ist:
Überflutete Straßen und Unterführungen sollten weder zu Fuß noch mit dem Auto durchquert werden. Von Flüssen, Bächen und tiefer gelegenen Bereichen sollte Abstand gehalten werden. Straßensperrungen sind unbedingt zu beachten.
Wer sich in einem gefährdeten Gebiet befindet, sollte außerdem die aktuellen Mitteilungen der spanischen und katalanischen Behörden verfolgen.
Gefahr noch nicht ausgestanden
Nach dem derzeitigen Stand ist bei den bisherigen Überschwemmungen mindestens ein Todesopfer bestätigt worden. Zahlreiche Menschen mussten gerettet beziehungsweise in Sicherheit gebracht werden.
Wie groß die Schäden insgesamt sind, lässt sich noch nicht abschließend beurteilen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt nun der weiteren Entwicklung in Barcelona und Katalonien, weil dort außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen erwartet werden.
Die Situation kann sich innerhalb kurzer Zeit verändern. Deshalb sollten Einwohner und Urlauber amtliche Warnungen ernst nehmen.
Für den Küstenbereich von Barcelona gilt ab Samstagabend die höchste Warnstufe Rot. Erwartet werden örtlich bis zu 90 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde und bis zu 200 Liter innerhalb von zwölf Stunden. Damit besteht eine erhebliche Gefahr durch Sturzfluten und Überschwemmungen.