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Kleinflugzeug auf dem Weg nach Boston verschwunden – sechs Menschen an Bord

Bernhard_Schuermann (CC0), Pixabay

Vor der Ostküste der USA läuft eine groß angelegte Suche nach einem vermissten Kleinflugzeug. Die Maschine war auf Bermuda gestartet und auf dem Weg nach Boston, als der Kontakt plötzlich abbrach. Nach Angaben der US-Küstenwache sollen sich sechs Menschen an Bord befunden haben.

Was mit dem Flugzeug geschehen ist, ist bislang nicht bekannt. Einsatzkräfte suchen sowohl aus der Luft als auch auf dem Wasser nach der Maschine.

Signal endet plötzlich über dem Atlantik

Bei dem vermissten Flugzeug handelt es sich um eine Gulfstream Aerospace G100 mit dem Kennzeichen C-GRJP.

Nach den veröffentlichten Flugdaten startete die Maschine um 00.41 Uhr auf Bermuda. Ziel war Boston im US-Bundesstaat Massachusetts.

Etwa eine Stunde nach dem Start endet die öffentlich verfügbare Flugaufzeichnung über dem Atlantik. Nach Angaben der US-Küstenwache war zuvor der Kontakt zu dem Flugzeug abgebrochen.

Dass das Signal in einem Flugverfolgungsdienst endet, bedeutet für sich genommen allerdings noch nicht, dass ein Flugzeug abgestürzt ist. Entscheidend ist in diesem Fall, dass offenbar auch die zuständigen Stellen keinen regulären Kontakt mehr zur Maschine herstellen konnten und deshalb eine Suche eingeleitet wurde.

Maschine gehört zu einem Anbieter für medizinische Flüge

Das Flugzeug ist nach den vorliegenden Informationen auf Latitude Air Ambulance registriert. Das kanadische Unternehmen ist auf medizinische Transporte spezialisiert.

Die Maschine hatte demnach auf Bermuda einen medizinischen Evakuierungseinsatz durchgeführt.

Clarence Togeretz, Leiter des Flugbetriebs des Unternehmens, erklärte gegenüber NBC, man sei besorgt, weil sich die Besatzung nicht wie vorgesehen gemeldet habe.

Gleichzeitig warnte er davor, daraus bereits auf einen Absturz zu schließen.

Damit ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch nicht bestätigt, dass die Maschine tatsächlich ins Meer gestürzt ist.

Rätselhafter Funkverkehr

Zusätzliche Fragen wirft der Funkverkehr mit der Flugsicherung auf.

Nach einem Medienbericht sollen Tonaufzeichnungen aus dem Bereich der Flugsicherung in Boston darauf hindeuten, dass die Fluglotsen die Besatzung gefragt haben, ob sie möglicherweise „blind“ anfliege.

Was genau damit gemeint war und ob zu diesem Zeitpunkt technische oder kommunikative Probleme bestanden, ist bislang nicht geklärt.

Offenbar wurde außerdem ein anderes Flugzeug gebeten, einen Kontakt mit der vermissten Maschine herzustellen. Ob dies gelang, ist nach den bisher veröffentlichten Informationen ebenfalls offen.

Küstenwache sucht nach sechs Menschen

Die US-Küstenwache hat Suchmaßnahmen eingeleitet. Einsatzkräfte suchen auf dem Atlantik und aus der Luft nach dem Flugzeug und seinen Insassen.

Solange weder die Maschine noch Trümmerteile gefunden wurden und keine weiteren gesicherten Erkenntnisse vorliegen, wäre es verfrüht, von einem Absturz zu sprechen.

Derzeit handelt es sich um ein vermisstes Flugzeug mit sechs Menschen an Bord.

Auch die Ursache für den Kontaktabbruch ist vollkommen offen. Technische Probleme, Schwierigkeiten mit der Kommunikation oder andere Ursachen können zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.

Für die Angehörigen und das Unternehmen beginnt damit ein banges Warten. Entscheidend wird sein, ob die Suchmannschaften die Gulfstream G100 orten können und ob weitere Daten aus der Flugsicherung Hinweise darauf liefern, was während des Fluges über dem Atlantik geschehen ist.

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