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Sicherungsmaßnahmen bei Dean & David HU Am Freiheitsplatz GmbH in Hanau

Für die Dean & David HU Am Freiheitsplatz GmbH mit Sitz in Hanau ist beim Insolvenzgericht Hanau ein Insolvenzantragsverfahren anhängig. Das Aktenzeichen lautet 70 IN 482/26. Nach der amtlichen Bekanntmachung vom 22.09.2026 hat das Gericht am 21.09.2026 um 16:00 Uhr Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Lason Gutsche von HGW Rechtsanwälte Hoge Gutsche Walter bestellt.

Was über das Unternehmen bekannt ist

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hanau unter HRB 96861 eingetragen und hat ihre Geschäftsanschrift Im Forum 5a, 63450 Hanau. Öffentlich abrufbare Firmeninformationen nennen als Tätigkeit die Zubereitung und den Verkauf von gesundem Fast Food, insbesondere Salate und Bowls, sowie Getränke und Franchisesystemgastronomie. Diese Angabe findet sich etwa bei CompanyHouse. Auch die dean&david-Standortseite führt einen Store im Einkaufszentrum Forum Hanau und nennt Vorbestellung, Lieferservice und Catering. Auf Lieferando wird die Dean & David HU Am Freiheitsplatz GmbH im Impressum des Hanauer Angebots mit derselben Registernummer genannt. Das Einkaufszentrum Forum Hanau listet dean&david in der Kategorie Gastronomie. Ob der Restaurantbetrieb nach dem gerichtlichen Beschluss unverändert fortgeführt wird, ergibt sich aus der Bekanntmachung selbst nicht.

Was die Sicherungsmaßnahmen bedeuten

Sicherungsmaßnahmen sind noch nicht gleichbedeutend mit der endgültigen Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das Gericht prüft in dieser Phase, ob ein Insolvenzgrund vorliegt und ob genug Masse für ein Verfahren vorhanden ist. Zugleich soll verhindert werden, dass Vermögen abfließt oder einzelne Beteiligte bevorzugt werden.

Konkret hat das Gericht eine vorläufige Verwaltung des Vermögens angeordnet. Verfügungen der Gesellschaft sind nur noch wirksam, wenn der vorläufige Insolvenzverwalter zustimmt. Das betrifft zum Beispiel Zahlungen, Verträge oder die Verwertung von Vermögenswerten. Wer der Gesellschaft Geld schuldet, soll laut Bekanntmachung nur noch unter Beachtung des Beschlusses leisten. Praktisch heißt das: Vor Zahlungen sollte geklärt werden, ob und auf welches Konto gezahlt werden darf.

Für Kunden kann wichtig sein, ob bereits bezahlte Bestellungen, Gutscheine, Catering-Leistungen oder andere Ansprüche noch erfüllt werden. Solange keine weiteren Informationen vorliegen, lässt sich daraus kein sicherer Anspruch auf Erstattung oder Lieferung ableiten. Gläubiger sollten beachten: Forderungen werden in der Regel erst dann formal zur Insolvenztabelle angemeldet, wenn das Verfahren tatsächlich eröffnet wird und das Gericht dazu auffordert. Anleger sind nur betroffen, wenn sie eigene Forderungen gegen die Gesellschaft haben; Hinweise auf ein öffentliches Anlageprodukt der Gesellschaft haben wir in den geprüften Quellen nicht gefunden.

Was Betroffene jetzt tun können

Betroffene sollten Rechnungen, Bestellbestätigungen, Gutscheine, Zahlungsnachweise und Schriftverkehr sichern. Offene Forderungen sollten schriftlich dokumentiert werden. Wer noch zahlen soll oder eine Leistung erwartet, sollte vor weiteren Zahlungen Kontakt mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter aufnehmen. Wichtig ist außerdem, spätere amtliche Bekanntmachungen zum Aktenzeichen 70 IN 482/26 zu verfolgen, weil erst daraus hervorgeht, ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird und bis wann Forderungen anzumelden sind.

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