Die in Ingelheim am Rhein ansässige Gesellschaft weist damit einen ausgesprochen überschaubaren Jahresabschluss auf.
Die gesamte Aktivseite besteht zum 31. Dezember 2025 aus Bankguthaben und sonstigen flüssigen Mitteln von 35.062,02 Euro. Im Vorjahr waren es 34.735,17 Euro.
Die Bilanzsumme nahm damit lediglich um 326,85 Euro beziehungsweise rund 0,9 Prozent zu.
Vom kleinen Verlust zurück in die Gewinnzone
Beim Jahresergebnis gelang 2025 die Rückkehr in den positiven Bereich.
Nach einem Fehlbetrag von 469,50 Euro im Jahr 2024 erzielte die Gesellschaft nun einen Jahresüberschuss von 214,80 Euro.
Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr beträgt damit 684,30 Euro.
Bei diesen Größenordnungen handelt es sich allerdings nicht um Ergebnisse aus dem Betrieb von Windkraftanlagen. Die Verwaltungs-GmbH selbst weist weder Windkraftanlagen noch sonstiges Sachanlagevermögen in ihrer Bilanz aus.
Sie erfüllt vielmehr eine gesellschaftsrechtliche Funktion innerhalb der Windparkstruktur.
Rückstellungsauflösung hilft beim Ergebnis
Einen Beitrag zum Ergebnis leisteten 2025 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Sie beliefen sich auf 353,50 Euro. Im Vorjahr waren es lediglich 4,50 Euro.
Gleichzeitig gingen die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich zurück: von 465 Euro auf nur noch 2 Euro.
Damit zeigen die veröffentlichten Erläuterungen zumindest zwei Faktoren, die zur Ergebnisverbesserung beigetragen haben.
Eine vollständige Gewinn- und Verlustrechnung mit sämtlichen Ertrags- und Aufwandspositionen liegt in den hier veröffentlichten Angaben allerdings nicht vor. Deshalb sollte aus diesen beiden Positionen allein keine vollständige Erklärung des Jahresergebnisses abgeleitet werden.
Fast die gesamte Bilanz besteht aus Bankguthaben
Die Struktur der Aktivseite könnte kaum einfacher sein.
Zum Jahresende liegen 35.062,02 Euro als Kassenbestand beziehungsweise Guthaben bei Kreditinstituten vor.
Andere Vermögenspositionen werden nicht ausgewiesen.
Damit besitzt die Gesellschaft nach der vorliegenden Bilanz insbesondere keine eigenen Windkraftanlagen, keine Finanzanlagen und keine ausgewiesenen Forderungen.
Das unterstreicht ihren Charakter als Verwaltungs- beziehungsweise Komplementärgesellschaft.
Nur 106 Euro Verbindlichkeiten
Auch die ausgewiesenen Schulden sind ausgesprochen gering.
Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum Jahresende auf lediglich 106,25 Euro, nach 95,70 Euro im Vorjahr.
Dabei handelt es sich vollständig um Steuerverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.
Daneben bestehen Rückstellungen von 5.974 Euro. Im Vorjahr waren es 5.872,50 Euro.
Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für ausstehende Rechnungen sowie Abschluss- und Prüfungskosten gebildet.
Abschlussprüfung kostet 3.526 Euro
Interessant ist bei einer derart kleinen Gesellschaft auch die Relation der Prüfungskosten zur gesamten Bilanz.
Für Abschlussprüfungsleistungen wird für 2025 ein Honorar von 3.526 Euro angegeben.
Das entspricht rechnerisch rund zehn Prozent der gesamten Bilanzsumme.
Dieser Vergleich sagt allerdings nichts über die Angemessenheit des Honorars aus. Er verdeutlicht lediglich, wie klein die Bilanz der Verwaltungs-GmbH ist.
Gewinn soll im Unternehmen bleiben
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von 214,80 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Eine Ausschüttung ist damit nach dem vorliegenden Vorschlag nicht vorgesehen.
Bereits aus dem Vorjahr besteht ein Gewinnvortrag von 3.766,97 Euro. Zusammen mit dem neuen Jahresüberschuss ergibt sich damit rechnerisch eine fortgeschriebene Gewinnposition von 3.981,77 Euro, sofern der Ergebnisverwendungsvorschlag entsprechend umgesetzt wird.
Persönlich haftende Gesellschafterin der Windpark-KG
Für die wirtschaftliche Einordnung ist vor allem eine Angabe im Anhang wichtig.
Die Rheinhessische Windpark Beteiligungs-Verwaltungs-GmbH ist Komplementärin der Rheinhessische Windpark Beteiligungs GmbH & Co. KG in Ingelheim am Rhein.
Eine Kapitaleinlage in diese Gesellschaft wird mit 0 Euro beziehungsweise 0 Prozent angegeben.
Als Komplementär-GmbH übernimmt die Gesellschaft damit insbesondere die gesellschaftsrechtliche Rolle der persönlich haftenden Gesellschafterin. Die eigentlichen Vermögenswerte und wirtschaftlichen Aktivitäten der KG sind nicht Bestandteil der hier vorliegenden Bilanz der Verwaltungs-GmbH.
Deshalb wäre es irreführend, aus der Bilanzsumme von lediglich 35.062 Euro Rückschlüsse auf Größe oder wirtschaftliche Lage des zugehörigen Windparkgeschäfts zu ziehen.
Haftungsrisiko wird derzeit nicht erwartet
Aus ihrer Stellung als Komplementärin ergibt sich grundsätzlich eine besondere Bedeutung der Haftung.
Im Anhang erklärt die Gesellschaft allerdings, dass auf Grundlage der für die Windpark-KG erstellten Liquiditäts- und Erfolgsrechnungen aus heutiger Sicht nicht mit einer Haftungsinanspruchnahme gerechnet wird.
Darüber hinaus bestanden zum Bilanzstichtag keine weiteren Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.
Auch nach dem Abschlussstichtag seien keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.
Geschäftsführung mit Verbindungen zur Energiebranche
Geschäftsführer der Gesellschaft waren 2025 Thomas Walther und Martin Detlef Wunderlich.
Walther wird im Jahresabschluss zugleich als Geschäftsführer der Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG bezeichnet. Wunderlich ist Geschäftsführer der Rheinhessische Energie- und Wasserversorgungs-GmbH.
Beide vertreten die Gesellschaft jeweils gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer oder einem Prokuristen.
Der Jahresabschluss wurde am 10. April 2026 unterzeichnet und am selben Tag festgestellt beziehungsweise gebilligt.
Kleine Verwaltungsbilanz mit kleinem Gewinn
Der Abschluss für 2025 zeigt damit keine spektakulären Veränderungen.
Die Bilanzsumme steigt geringfügig von 34.735 auf 35.062 Euro. Die Verbindlichkeiten bleiben mit 106 Euro praktisch bedeutungslos, während Rückstellungen von knapp 6.000 Euro ausgewiesen werden. Nach einem Verlust von 469,50 Euro im Vorjahr steht nun ein Gewinn von 214,80 Euro.