Die Ecowerk Windpark Framersheim Verwaltungs GmbH hat das Geschäftsjahr 2025 nahezu mit einer schwarzen Null abgeschlossen. Unter dem Strich steht lediglich ein Jahresfehlbetrag von 4,58 Euro.
Damit präsentiert sich die kleine Verwaltungsgesellschaft finanziell ausgesprochen stabil. Die Bilanzsumme liegt bei lediglich 27.048,79 Euro, davon entfallen 27.048,79 Euro auf Bankguthaben. Dem stehen 25.784,60 Euro Eigenkapital sowie nur geringe Rückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber.
Die Zahlen zeigen zugleich: Bei der Gesellschaft handelt es sich nicht um die eigentliche kapitalintensive Windpark-Betreibergesellschaft mit Windenergieanlagen im Millionenwert, sondern um eine schlank strukturierte Verwaltungs-GmbH.
Bilanzsumme bleibt praktisch unverändert
Die Bilanz hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum bewegt.
Zum 31. Dezember 2025 weist die Gesellschaft eine Bilanzsumme von 27.048,79 Euro aus.
Im Vorjahr waren es rund 27.032 Euro.
Damit beträgt der Anstieg lediglich rund 17 Euro beziehungsweise etwa 0,06 Prozent.
Eine Expansion der Bilanz ist also nicht zu erkennen.
Bemerkenswert ist zudem die Zusammensetzung des Vermögens: Die komplette Aktivseite besteht aus Guthaben bei Kreditinstituten.
Sachanlagen, Windenergieanlagen, Grundstücke oder größere Forderungen werden in der Bilanz nicht ausgewiesen.
Mehr als 95 Prozent Eigenkapital
Auf der Passivseite dominiert das Eigenkapital.
Dieses beträgt zum Jahresende 25.784,60 Euro. Im Vorjahr waren es rund 25.789 Euro.
Rechnerisch ergibt sich damit eine Eigenkapitalquote von ungefähr 95,3 Prozent.
Das ist eine sehr hohe Quote.
Allerdings muss auch diese Zahl im Kontext der Funktion der Gesellschaft gesehen werden: Eine Verwaltungs-GmbH benötigt typischerweise nicht dieselbe kapitalintensive Finanzierungsstruktur wie eine Gesellschaft, die Windenergieanlagen selbst errichtet und betreibt.
Hohe Bankdarlehen sind in dieser Bilanz jedenfalls nicht vorhanden.
Nur 53 Euro Verbindlichkeiten
Die gesamten ausgewiesenen Verbindlichkeiten betragen zum Jahresende gerade einmal 53,19 Euro.
Im Vorjahr waren es rund 62 Euro.
Daneben bestehen Steuerrückstellungen von 11 Euro und sonstige Rückstellungen von 1.200 Euro.
Insgesamt belaufen sich Rückstellungen und Verbindlichkeiten damit lediglich auf rund 1.264 Euro.
Der überwiegende Teil der Bilanz wird folglich durch Eigenkapital finanziert.
1.500 Euro Beteiligungserträge
Interessanter als die Bilanz ist bei dieser Gesellschaft die Gewinn- und Verlustrechnung.
Die Ecowerk Windpark Framersheim Verwaltungs GmbH erzielte 2025 Erträge aus Beteiligungen von 1.500 Euro.
Exakt denselben Betrag hatte die Gesellschaft bereits im Vorjahr ausgewiesen.
Dem stehen sonstige betriebliche Aufwendungen von 1.504,58 Euro gegenüber.
Weil 2025 keine sonstigen betrieblichen Erträge anfielen, ergibt sich daraus ein Ergebnis vor Steuern von minus 4,58 Euro.
Nach Steuern bleibt es bei diesem Betrag.
Der Jahresabschluss weist folglich einen Jahresfehlbetrag von lediglich 4,58 Euro aus.
Ergebnis verschlechtert sich minimal
Im Vorjahr hatte die Gesellschaft noch einen kleinen Überschuss erzielt.
Aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich für 2024 ein positives Ergebnis von rund 69 Euro.
Damit hat sich das Ergebnis 2025 zwar leicht verschlechtert. Wirtschaftlich handelt es sich angesichts der Größenordnung jedoch nur um eine minimale Veränderung.
Die Ertragsstruktur ist ausgesprochen übersichtlich:
1.500 Euro Beteiligungserträge stehen 1.504,58 Euro sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber.
Das erklärt nahezu vollständig das Jahresergebnis.
Verlust soll vorgetragen werden
Auch die Geschäftsführung misst dem kleinen Fehlbetrag offenbar keine besondere bilanzielle Konsequenz bei.
Nach dem Vorschlag zur Ergebnisverwendung sollen die 4,58 Euro vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Eine Ausschüttung oder andere Ergebnisverwendung wird in diesem Zusammenhang nicht genannt.
Kein eigenes Personal
Die Gesellschaft arbeitet mit einer sehr schlanken Struktur.
Nach Angaben im Anhang beschäftigt sie kein eigenes Personal.
Die kaufmännische Betriebsführung erfolgt stattdessen über die Ecowerk GmbH.
Als Geschäftsführer wird Hanno Brühl aus Dußlingen genannt. Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.
Das erklärt auch, weshalb die Gesellschaft selbst nur vergleichsweise geringe laufende Aufwendungen aufweist.
Verwaltungs-GmbH statt millionenschwerer Windparkbilanz
Der Name „Ecowerk Windpark Framersheim Verwaltungs GmbH“ könnte zunächst vermuten lassen, dass sich in der Bilanz unmittelbar ein Windpark mit entsprechend hohen Anlagenwerten befindet.
Die Zahlen zeigen jedoch ein anderes Bild.
Es werden keinerlei Sachanlagen ausgewiesen. Das gesamte Vermögen von gut 27.000 Euro besteht aus Bankguthaben.
Damit unterscheidet sich die Gesellschaft fundamental von einer klassischen Windpark-Betreibergesellschaft. Dort finden sich auf der Aktivseite häufig Windenergieanlagen im Millionenbereich und auf der Passivseite entsprechend umfangreiche Projektfinanzierungen.
Hier steht dagegen die gesellschaftsrechtliche beziehungsweise administrative Funktion im Vordergrund.
Die Beteiligungserträge von jährlich 1.500 Euro zeigen zudem, dass eine Beteiligungsbeziehung besteht. Aus den vorliegenden Abschlussangaben lässt sich jedoch nicht zuverlässig bestimmen, an welcher konkreten Gesellschaft die Beteiligung besteht oder wie hoch diese Beteiligung ist.
Diese Informationen sollten deshalb nicht aus dem Namen der Gesellschaft abgeleitet werden.
Sitz in Tübingen
Eine weitere Besonderheit fällt beim Namen auf.
Obwohl die Gesellschaft „Windpark Framersheim“ heißt, befindet sich ihr Sitz laut Jahresabschluss in Tübingen.
Als Anschrift nennt der Anhang die Eisenhutstraße 6 in 72072 Tübingen.
Der Abschluss bezeichnet die Gesellschaft als Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne von § 267a Abs. 1 HGB. Entsprechend nimmt sie verschiedene größenabhängige Erleichterungen bei der Rechnungslegung in Anspruch.
Finanzielle Lage bleibt unspektakulär
Unter dem Strich zeigt der Jahresabschluss 2025 eine nahezu unveränderte Verwaltungsgesellschaft.
Die Bilanzsumme liegt weiterhin bei rund 27.000 Euro, die Eigenkapitalquote beträgt mehr als 95 Prozent und die Verbindlichkeiten liegen bei gerade einmal gut 53 Euro.
Gleichzeitig erwirtschaftet die Gesellschaft jährlich 1.500 Euro aus einer Beteiligung.
Diese Erträge reichten 2025 fast exakt aus, um die laufenden Aufwendungen von 1.504,58 Euro zu decken.
Das Resultat ist ein Verlust von gerade einmal 4,58 Euro.
Damit liefert der Jahresabschluss weder Hinweise auf eine starke wirtschaftliche Expansion noch auf eine erkennbare finanzielle Belastung. Vielmehr bestätigt er die Rolle einer klein dimensionierten Verwaltungs-GmbH mit überschaubarem Geschäftsumfang.