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Crystal Meth im Gemüse: Fahnder entdecken mehr als 900 Kilo Drogen in Kohl-Ladung

Colibrie (CC0), Pixabay

Drogenfahnder im US-Bundesstaat Texas haben eine außergewöhnlich große Menge Crystal Meth sichergestellt. Mehr als 2.000 Pfund Methamphetamin, also über 900 Kilogramm, waren in einer Ladung Kohl versteckt. Der Fund gelang im Süden von Texas im Rio Grande Valley.

Die Drogen waren aufwendig so verpackt, dass sie zwischen beziehungsweise innerhalb der Kohlköpfe verborgen werden konnten. Aufnahmen der Ermittler zeigen, wie Beamte die Gemüseladung auseinandernehmen und dabei zahlreiche große, umhüllte Drogenpakete zum Vorschein kommen.

Mehrere Behörden an der Aktion beteiligt

An den Ermittlungen waren neben der US-Drogenbehörde DEA auch weitere Bundes- und Landesbehörden beteiligt. Dazu gehörten unter anderem Homeland Security Investigations, FBI, US-Grenzschutz und das Texas Department of Public Safety. Die DEA bezeichnete den Fund als bedeutende Sicherstellung.

Wo genau die Ladung entdeckt wurde, haben die Behörden bislang nicht bekannt gegeben. Auch zu möglichen Tatverdächtigen wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Ermittlungen dauern an.

Schmuggel in Gemüse ist nicht neu

Die Methode ist zwar spektakulär, aber keineswegs einzigartig. Bereits im vergangenen Jahr hatten Ermittler in Texas eine große Methamphetamin-Ladung entdeckt, die ebenfalls in Kohlköpfen versteckt worden war.

Damals wurden nach Angaben des US-Justizministeriums 1.154 Pakete mit insgesamt rund 1.356 Kilogramm Methamphetamin in einer Lkw-Ladung Kohl gefunden. Die Köpfe waren teilweise geöffnet worden, um die Drogenpakete zwischen den Blättern zu verstecken.

Millionenschwere Ladung

Die jetzt sichergestellte Menge hätte im illegalen Straßenhandel einen Wert im zweistelligen Millionenbereich erreichen können. Solche Angaben sind allerdings immer nur Schätzungen, da der tatsächliche Erlös stark von Reinheit, Verkaufsregion und Weiterverkaufsmengen abhängt.

Dass fast eine Tonne Methamphetamin in einer einzelnen Ladung transportiert wurde, zeigt die Dimension des Schmuggelversuchs. Die Drogen sollten offenbar zusammen mit regulärer Fracht möglichst unauffällig weitertransportiert werden.

Ermittler verhindern Weiterverkauf

Für die Behörden ist die Sicherstellung vor allem deshalb bedeutsam, weil die große Menge nicht in den illegalen Handel gelangte.

Noch ist allerdings offen, wer die Ladung organisiert hat, woher die Drogen genau kamen und für welchen Absatzmarkt sie bestimmt waren.

Die Ermittler versuchen nun nachzuvollziehen, wer für Transport, Verpackung und Weiterverteilung verantwortlich war. Klar ist bislang nur: Der ungewöhnliche Tarnversuch mit Kohl hat den Schmugglern diesmal nicht geholfen.

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