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Rechnungen über mehrere hundert Euro ohne bewusste Bestellung: Verbraucherzentralen warnen vor Margot Brands aus Hongkong

mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die Verbraucherzentralen warnen aktuell vor Rechnungen und Mahnungen für vermeintliche Online-Abonnements, hinter denen die Margot Brands Limited mit Sitz in Hongkong steht. Die aktuelle Verbraucherinformation trägt den Stand 3. September 2026. Betroffene berichten, Forderungen über mehrere hundert Euro für angebliche Jahresabonnements erhalten zu haben, obwohl viele sich nicht daran erinnern können, einen entsprechenden kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen zu haben.

Die Angebote treten unter unterschiedlichen Bezeichnungen auf. Genannt werden unter anderem Astrolonova, Fitnovaness, Novavitalia, Novasparkling, Bongochat, NovaMenstruHilfe, NovaErektionshilfe und NovaChat AI. Obwohl die Portale unterschiedliche Dienstleistungen wie Horoskope, Fitness- und Ernährungsangebote oder KI-Chats versprechen, werden sie nach Angaben der Verbraucherzentralen von demselben Unternehmen betrieben.

Entscheidend ist: Eine Rechnung allein beweist noch nicht, dass ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist. Bei einem kostenpflichtigen Online-Vertrag müssen Verbraucher vor dem Absenden ihrer Bestellung eindeutig über die Kosten informiert werden. Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass bei fehlendem klaren Kostenhinweis beziehungsweise fehlender wirksamer Bestellung grundsätzlich keine Zahlungspflicht entsteht.

Besonders problematisch ist der offenbar ausgeübte Druck. In den Schreiben werde teilweise mit Inkasso, zusätzlichen Gebühren oder einem SCHUFA-Eintrag gedroht. Die Verbraucherzentralen raten Betroffenen, nicht vorschnell zu zahlen und unberechtigten Forderungen gegebenenfalls schriftlich zu widersprechen.

Neu hinzugekommen ist außerdem der Hinweis, dass Margot Brands offenbar per E-Mail nicht mehr erreichbar ist und inzwischen die Culpa Inkasso GmbH eingeschaltet wurde. Wer sicher keinen Vertrag abgeschlossen hat und nun ein Inkassoschreiben erhält, sollte die Forderung nach Empfehlung der Verbraucherzentrale einmalig schriftlich gegenüber dem Inkassounternehmen bestreiten.

Bei meiner aktuellen Prüfung am 4. September 2026 habe ich darüber hinaus keine weitere neue deutsche Lebensmittelwarnung festgestellt. Die bereits bekannten Rückrufe – insbesondere die Thymiangewürzmischung „Za’atar Green-Grün“, Wulff-Streichmettwurst, EDEKA Bio Wildheidelbeeren und weitere bereits übermittelte Meldungen – führe ich deshalb nicht erneut auf. Die Verbraucherzentrale führt ihr Phishing-Radar derzeit mit Stand 3. September 2026; die Warnungen vom 1. und 2. September wurden bereits übermittelt und werden ebenfalls nicht wiederholt.

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