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Betrugsmasche mit angeblicher Steuererstattung: Phishing-Mail lockt mit ELSTER-Identitätsprüfung

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Mit einer vermeintlichen Steuererstattung versuchen Kriminelle derzeit, an sensible Bank- und Kartendaten zu gelangen. Die betrügerischen E-Mails erwecken den Eindruck, vom Finanzamt beziehungsweise im Zusammenhang mit dem Steuerportal ELSTER verschickt worden zu sein. Empfänger sollen ihre Identität bestätigen, bevor eine angeblich bereits genehmigte Erstattung ausgezahlt werden könne.

„Ihr Steuerbescheid 2025 – Erstattung bestätigt“

Die Nachricht trägt einen Betreff wie „Ihr Steuerbescheid 2025 – Erstattung bestätigt“. Damit soll zunächst der Eindruck entstehen, dass das Finanzamt die Steuererklärung bereits bearbeitet und eine Rückzahlung bewilligt habe.

Doch bevor das Geld überwiesen werden könne, sei angeblich noch eine Identitätsprüfung notwendig. Dabei sollen die Empfänger die Kartendaten des zu ihrem Bankkonto gehörenden Zahlungsmittels bestätigen.

Genau hier sollte man misstrauisch werden: Die Aufforderung zur Eingabe von Kartendaten gehört zu den deutlichsten Warnzeichen der aktuellen Betrugsmasche.

Gefälschter Link soll zum vermeintlichen ELSTER-Portal führen

Für die angebliche Überprüfung enthält die Nachricht einen Link. Dieser soll den Eindruck vermitteln, zu einem geschützten Bereich des ELSTER-Portals zu führen.

Dort sollen die Betroffenen ihre Daten eingeben und damit vermeintlich die Auszahlung freigeben. Tatsächlich besteht bei solchen Phishing-Seiten die Gefahr, dass eingegebene persönliche Informationen und Zahlungsdaten unmittelbar in die Hände der Betrüger gelangen.

Deshalb sollte der in einer verdächtigen E-Mail enthaltene Link keinesfalls verwendet werden.

Betrüger setzen Empfänger unter Zeitdruck

Zusätzlichen Druck erzeugt eine angebliche Frist. Die Freigabe der Steuererstattung sei demnach nur bis zum 31. August 2026 möglich. Ohne rechtzeitige Bestätigung könne das Geld nicht ausgezahlt werden.

Nach erfolgreicher Prüfung werde der Betrag, so die Behauptung, anschließend auf die bei ELSTER hinterlegte IBAN überwiesen.

Diese Kombination aus versprochenem Geld und einer kurzen Frist ist ein typisches Mittel von Phishing-Kampagnen. Die Empfänger sollen möglichst schnell reagieren und dadurch weniger Zeit haben, die Nachricht kritisch zu überprüfen.

Mehrere Warnzeichen sprechen für Phishing

Die betrügerische Nachricht lässt sich an mehreren Auffälligkeiten erkennen. Dazu gehören eine unpersönliche Anrede und eine unseriös wirkende Absenderadresse. Besonders verdächtig sind jedoch die Aufforderung zur Übermittlung von Kartendaten und die behauptete ELSTER-Identitätsprüfung.

Auch die zeitliche Befristung der vermeintlichen Auszahlung sollte misstrauisch machen. Sie soll Handlungsdruck erzeugen und dazu verleiten, den Link ohne weitere Überprüfung anzuklicken.

Was Empfänger jetzt tun sollten

Wer eine solche Nachricht erhält, sollte weder auf den enthaltenen Link klicken noch persönliche Daten, Bankinformationen oder Kartendaten eingeben. Die E-Mail sollte unbeantwortet als Spam beziehungsweise Phishing markiert und anschließend gelöscht werden.

Wer ein ELSTER-Konto besitzt und überprüfen möchte, ob tatsächlich eine neue Mitteilung vorliegt, sollte das Portal unabhängig von der E-Mail aufrufen – also nicht über einen darin enthaltenen Link.

Fazit

Die Aussicht auf eine Steuererstattung macht die aktuelle Masche besonders tückisch. Die Nachricht vermittelt zunächst den Eindruck einer erfreulichen Mitteilung des Finanzamts und verbindet diese anschließend mit einer angeblich notwendigen Identitätsprüfung. Spätestens die Forderung nach Kartendaten ist jedoch ein deutliches Alarmsignal.

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