Die Modekette Adenauer & Co. befindet sich in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, steht aber offenbar kurz vor einer Übernahme. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Verhandlungen mit einem Investor noch in dieser Woche erfolgreich abgeschlossen werden.
Der Einzelhändler hatte bereits am 15. Mai 2026 beim Amtsgericht Düsseldorf Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das reguläre Insolvenzverfahren wurde am 1. August 2026 eröffnet. Der Geschäftsbetrieb läuft während der Sanierung weiter. Für Kunden und Franchisepartner soll sich nach Unternehmensangaben zunächst nichts ändern.
Adenauer & Co. ist vor allem für maritime Freizeitmode bekannt und betreibt nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen künftig 41 Filialen in Deutschland, Österreich und Spanien. Im Zuge der Restrukturierung werden insgesamt sieben Standorte geschlossen, darunter zwei bereits zuvor gekündigte Filialen sowie zwei weitere Geschäfte und drei Outlets. 32 Beschäftigte verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz.
Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt das Unternehmen neben der Kaufzurückhaltung der Verbraucher auch erhebliche finanzielle Schäden im Zusammenhang mit Investitionen in die Produktion in der Türkei. Medienberichten zufolge soll es dort zu Veruntreuungen gekommen sein, die einen Schaden im mittleren einstelligen Millionenbereich verursacht haben.
Firmengründer Andreas Adenauer, Enkel des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer, zeigt sich dennoch zuversichtlich. Gemeinsam mit dem Generalbevollmächtigten arbeitet das Unternehmen an einer Sanierung. Nach dessen Angaben sind die Übernahmeverhandlungen nahezu abgeschlossen. Die Sanierungsmaßnahmen sollen bis Ende Oktober beendet werden.