Der Bright Future Fund von Union Investment blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025/2026 zurück. Der international ausgerichtete Mischfonds verfolgt eine flexible Anlagestrategie ohne festen Anlageschwerpunkt und kombiniert Aktien, Anleihen, Investmentfonds, Liquidität und Derivate. Ziel ist neben marktgerechten Erträgen insbesondere ein langfristiges Kapitalwachstum.
Besonders positiv fällt die Wertentwicklung von 11,03 % nach BVI-Methode im Berichtszeitraum vom 1. April 2025 bis 31. März 2026 auf. Das Fondsvermögen erhöhte sich dabei von rund 229,8 Mio. Euro auf 257,9 Mio. Euro. Neben einem Netto-Mittelzufluss von rund 7,1 Mio. Euro trug vor allem das Jahresergebnis von rund 25,4 Mio. Euro zu diesem Wachstum bei. Allerdings entfiel ein erheblicher Teil davon auf noch nicht realisierte Kursgewinne.
Portfolio: Aktien bleiben wichtigster Renditetreiber
Zum Geschäftsjahresende waren 48,6 % des Fondsvermögens in Aktien und 28,7 % in verzinslichen Wertpapieren investiert. Hinzu kamen rund 15,9 % Investmentfonds sowie kleinere Positionen in Derivaten und liquiden Mitteln. Damit besitzt der Fonds trotz seiner Einstufung als Mischfonds eine deutliche Aktienkomponente.
Innerhalb des Aktienportfolios fällt insbesondere die starke Ausrichtung auf Informationstechnologie auf. IT-Werte machten 18,89 % des gesamten Fondsvermögens beziehungsweise laut Tätigkeitsbericht rund 38 % des Aktienvermögens aus. Dahinter folgten Industrie und Finanzwerte.
Zu den bedeutenden Einzelpositionen gehörten zahlreiche internationale Großunternehmen. Besonders hervorzuheben ist NVIDIA mit 6,04 % des gesamten Fondsvermögens. Weitere Positionen bestanden unter anderem in GE Vernova, Apple, Microsoft, Alphabet, Meta, Broadcom, ASML und ASM International. Damit profitiert der Fonds überdurchschnittlich von einer positiven Entwicklung des Technologie- und Halbleitersektors, ist gleichzeitig aber auch entsprechend anfällig für Korrekturen in diesem Segment.
Solider Rentenbaustein stabilisiert das Portfolio
Das Rentenportfolio bildet einen wichtigen Gegenpol zum Aktienrisiko. Der Schwerpunkt lag auf Unternehmensanleihen, die 53 % des Rentenvermögens ausmachten. Die durchschnittliche Bonität der Rentenanlagen lag bei A-, die Duration bei fünf Jahren und zehn Monaten und die durchschnittliche Rendite bei 4,04 %. Damit weist der Anleiheteil grundsätzlich eine solide Kreditqualität auf, bleibt aufgrund seiner Laufzeiten jedoch gegenüber Veränderungen des Zinsniveaus empfindlich.
Ergebnisqualität insgesamt überzeugend
Die Ertrags- und Aufwandsrechnung zeigt Erträge von rund 7,1 Mio. Euro, denen Aufwendungen von etwa 1,32 Mio. Euro gegenüberstanden. Daraus entstand ein ordentlicher Nettoertrag von rund 5,78 Mio. Euro. Einschließlich der Veräußerungsgeschäfte erreichte das realisierte Jahresergebnis rund 8,75 Mio. Euro. Unter Einbeziehung der nicht realisierten Wertveränderungen belief sich das gesamte Geschäftsjahresergebnis schließlich auf rund 25,45 Mio. Euro.
Positiv ist zudem die Ausschüttungspolitik: Für das Geschäftsjahr ist eine Gesamtausschüttung von rund 5,96 Mio. Euro beziehungsweise 30,61 Euro je Anteil vorgesehen. Der Anteilwert erhöhte sich gleichzeitig von 1.213,53 Euro zum 31. März 2025 auf 1.323,92 Euro zum 31. März 2026.
Risiken: Technologie, Währungen und Derivate im Blick behalten
Aus Anlegersicht sollte die gute Performance nicht über die vorhandenen Risiken hinwegtäuschen. Rund 39 % des Fondsvermögens waren Fremdwährungen ausgesetzt, wobei der US-Dollar mit 32 % die wichtigste Fremdwährung darstellte. Wechselkursschwankungen können deshalb die Wertentwicklung in Euro deutlich beeinflussen.
Hinzu kommen die hohe Technologiegewichtung, allgemeine Aktienmarktrisiken, Zinsänderungs- und Bonitätsrisiken bei Unternehmensanleihen sowie der Einsatz von Derivaten. Die Fondsgesellschaft verweist außerdem auf erhöhte politische Risiken, insbesondere durch die globale Handels- und Zollpolitik sowie mögliche Verknappungen beim Öl- und Gasangebot.
Auch die Kosten sollten bei einer Anlageentscheidung berücksichtigt werden. Die Verwaltungsvergütung beträgt 0,50 % pro Jahr, der aktuelle Ausgabeaufschlag 3,00 %. Gleichzeitig liegt die Mindestanlagesumme bei vergleichsweise hohen 50.000 Euro.
Fazit aus Anlegersicht
Der Bright Future Fund präsentiert sich für das Geschäftsjahr 2025/2026 insgesamt überzeugend. Eine Wertsteigerung von 11,03 %, ein gestiegener Anteilwert und ein deutlich positives Jahresergebnis sprechen für die bisher erfolgreiche aktive Portfoliosteuerung. Die Mischung aus Aktien, Anleihen und Fonds sorgt grundsätzlich für Diversifikation, während der Rentenanteil mit einer durchschnittlichen Bonität von A- stabilisierend wirkt.
Gleichzeitig ist der Fonds offensiver positioniert, als die Bezeichnung Mischfonds zunächst vermuten lassen könnte. Knapp die Hälfte des Vermögens steckt direkt in Aktien, innerhalb dieses Bereichs besteht eine deutliche Konzentration auf Technologieunternehmen. Hinzu kommen ein beträchtliches Fremdwährungsengagement und der Einsatz von Derivaten. Die sehr gute Entwicklung des Berichtsjahres sollte deshalb nicht ohne Weiteres in die Zukunft fortgeschrieben werden.
Aus Anlegersicht ergibt sich damit ein positives Gesamtbild mit erhöhtem Chancen-Risiko-Profil: Der Fonds eignet sich insbesondere für langfristig orientierte Anleger, die neben laufenden Ausschüttungen an den Chancen internationaler Aktien- und Anleihemärkte partizipieren möchten und bereit sind, entsprechende Kurs-, Währungs- und Technologiesektorrisiken zu tragen. Für sicherheitsorientierte Anleger ist die vergleichsweise hohe Aktienquote dagegen zu berücksichtigen.