Für die DR-Train-GmbH mit Sitz am Hirtenberg 11 in 66822 Lebach hat das Amtsgericht Saarbrücken, Außenstelle Sulzbach, einen bedeutenden Schritt im Insolvenzantragsverfahren eingeleitet. Mit Beschluss vom 24. Juli 2026 um 09:19 Uhr wurde im Verfahren mit dem Aktenzeichen 111 IN 43/26 ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannte das Gericht Rechtsanwalt Dr. Dennis B. Blank aus Saarbrücken.
Gleichzeitig ordnete das Insolvenzgericht ein allgemeines Verfügungsverbot an. Damit verliert die Geschäftsführung ihre Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über das Vermögen der Gesellschaft. Sämtliche Entscheidungen über das Unternehmensvermögen sowie der Einzug von Bankguthaben und Forderungen gehen auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über. Zudem wurden die Schuldner der Gesellschaft aufgefordert, Zahlungen ausschließlich unter Beachtung der gerichtlichen Anordnung zu leisten. Mit diesen Maßnahmen soll das Vermögen der Gesellschaft gesichert und eine Benachteiligung der Gläubiger verhindert werden.
Die DR-Train-GmbH wurde im Jahr 2022 gegründet und ist als spezialisierter Bahndienstleister tätig. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Arbeitnehmerüberlassung von Triebfahrzeugführern, der Aus- und Weiterbildung von Eisenbahnpersonal sowie der Durchführung von Prüfungen und Simulatortrainings für den Eisenbahnbetrieb. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft Fahrzeugausbildungen, Fortbildungsunterrichte, Überwachungsfahrten sowie die Erstellung und Durchführung gesetzlich vorgeschriebener Regelunterrichte für Eisenbahnunternehmen an. Außerdem unterstützt das Unternehmen Eisenbahnverkehrsunternehmen bei der Rekrutierung und Qualifizierung von Fachpersonal.
Mit diesem Geschäftsmodell bediente die Gesellschaft einen Markt, der seit Jahren unter einem erheblichen Fachkräftemangel leidet. Qualifizierte Triebfahrzeugführer sowie Ausbilder und Prüfer werden bundesweit gesucht, weshalb sich die DR-Train-GmbH auf die Bereitstellung und Schulung von Eisenbahnfachkräften spezialisiert hatte. Ergänzend kamen moderne Fahrsimulatoren zum Einsatz, um realitätsnahe Aus- und Fortbildungen für Lokführer und weiteres Bahnpersonal anzubieten.
Durch die Anordnung des allgemeinen Verfügungsverbots beginnt nun eine entscheidende Phase des Insolvenzverfahrens. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft umfassend prüfen, die Vermögenswerte sichern und beurteilen, ob eine Fortführung oder Sanierung des Unternehmens möglich ist. Erst nach Abschluss dieser Prüfung wird das Insolvenzgericht darüber entscheiden, ob das eigentliche Insolvenzverfahren eröffnet wird oder ob eine andere Lösung in Betracht kommt. Bis dahin steht die DR-Train-GmbH vollständig unter der Kontrolle des vorläufigen Insolvenzverwalters.