Im Verfahren 9 IN 172/25 hat das Amtsgericht Limburg am 10. März 2026 den Insolvenzantrag über das Vermögen der Adler Immobilienbesitz GmbH abgewiesen.
Das Unternehmen mit Sitz c/o TM Real Estate AG, Sonnenbergerstraße 16 in Wiesbaden ist im Bereich Immobilien tätig und gehört damit zu einer Branche, die in den vergangenen Jahren erheblichen wirtschaftlichen Belastungen ausgesetzt war.
Gericht weist Antrag mangels Masse ab
Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde gemäß § 26 Abs. 1 InsO mangels Masse abgewiesen. Das bedeutet, dass das vorhandene Vermögen der Gesellschaft nicht ausreichte, um die Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken.
Eine solche Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen:
Es erfolgt kein reguläres Insolvenzverfahren
Gläubiger können ihre Forderungen nicht im Rahmen eines Insolvenzverfahrens geltend machen
Die Gesellschaft steht faktisch vor der Auflösung, sofern keine weiteren Maßnahmen erfolgen
Einordnung
Gesellschaften wie die Adler Immobilienbesitz GmbH fungieren typischerweise als Besitz- oder Objektgesellschaften innerhalb von Immobilienstrukturen. Sie halten einzelne Immobilien oder Beteiligungen und generieren Einnahmen etwa aus Vermietung oder Verwertung.
Gerät eine solche Gesellschaft in wirtschaftliche Schwierigkeiten, sind häufig sinkende Immobilienbewertungen, steigende Finanzierungskosten oder ausbleibende Einnahmen ursächlich.
Mit der Entscheidung im Verfahren 9 IN 172/25 ist das Verfahren formal beendet, ohne dass es zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gekommen ist.