Unter dem Aktenzeichen 3601 IN 223/26 hat das Amtsgericht Charlottenburg als zuständiges Insolvenzgericht einen weitreichenden Beschluss im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Drehandel GmbH gefasst. Das Unternehmen mit Sitz in der Libauer Straße in Berlin wird von den Geschäftsführern Thomas Peter Barella und Dirk Rehahn vertreten und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 148898 eingetragen.
Auf den Eigenantrag der Gesellschaft hin ordnete das Gericht am 14. Januar 2026 um 10:45 Uhr umfassende Sicherungsmaßnahmen an, um nachteilige Veränderungen der Vermögenslage bis zur Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu verhindern. Damit wurde ein vorläufiger Schutzschirm über das Unternehmen gespannt, der insbesondere Gläubigerzugriffe begrenzt und die wirtschaftliche Situation stabilisieren soll.
Kern des Beschlusses ist die Bestellung von Rechtsanwältin Dr. jur. Susanne Berner vom Kurfürstendamm in Berlin zur vorläufigen Insolvenzverwalterin. Sie übernimmt eine zentrale Rolle bei der Überwachung und Sicherung des Vermögens der Drehandel GmbH. Verfügungen der Schuldnerin über ihr Vermögen sind seither nur noch mit ihrer Zustimmung wirksam. Gleichzeitig wurde der Gesellschaft untersagt, selbstständig über Bankkonten und offene Forderungen zu verfügen. Diese Verwaltungs- und Verfügungsbefugnisse sind auf die vorläufige Insolvenzverwalterin übergegangen, die nun berechtigt ist, Guthaben einzuziehen, Zahlungen entgegenzunehmen und bei Bedarf Sonderkonten einzurichten.
Darüber hinaus hat das Gericht sämtliche Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Drehandel GmbH untersagt, soweit diese nicht unbewegliches Vermögen betreffen. Bereits laufende Vollstreckungen wurden vorläufig eingestellt. Auch Drittschuldner wurden angewiesen, Zahlungen ausschließlich an die vorläufige Insolvenzverwalterin zu leisten. Ergänzend erhielt sie umfassende Auskunfts- und Zutrittsrechte zu den Geschäftsräumen sowie zu den Büchern und Unterlagen des Unternehmens, um die Vermögensverhältnisse vollständig aufzuklären.
Mit diesen Maßnahmen verfolgt das Amtsgericht Charlottenburg das Ziel, die wirtschaftliche Substanz der Drehandel GmbH zu sichern und zu prüfen, ob das vorhandene Vermögen ausreicht, um die Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken. Gegen den Beschluss steht den Beteiligten die sofortige Beschwerde offen, die innerhalb von zwei Wochen eingelegt werden kann.