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Grönland und Dänemark wehren sich gegen Trumps Übernahmepläne

Inmitten wachsender Spannungen zwischen den USA und ihren europäischen Partnern trafen sich vergangene Woche hochrangige Diplomaten aus Grönland und Dänemark mit Vertretern des Weißen Hauses. Hintergrund des Treffens war die wiederholte Forderung von Ex-Präsident Donald Trump, die autonome Region Grönland kaufen zu wollen – ein Vorhaben, das sowohl in Kopenhagen als auch in Nuuk auf entschiedene Ablehnung stößt.

Bei dem Treffen im Nationalen Sicherheitsrat der USA waren unter anderem Jesper Møller Sørensen, Dänemarks Botschafter in Washington, sowie Jacob Isbosethsen, der Leiter der grönländischen Vertretung in den USA, anwesend. Trotz öffentlicher Aussagen der Trump-Administration, man erwäge aktiv den Erwerb Grönlands, sei das Thema bislang nie offiziell oder diplomatisch gegenüber Dänemark oder Grönland angesprochen worden, berichten Insider.

Die Ernennung des Gouverneurs von Louisiana, Jeff Landry, zum Sondergesandten für Grönland im Dezember hatte für zusätzliche Irritation gesorgt – insbesondere, da Landry erklärte, seine Aufgabe bestehe darin, Grönland „zu einem Teil der USA zu machen“. Weder Kopenhagen noch Nuuk wurden über diese Personalie im Vorfeld informiert.

Die Situation eskalierte, als Trumps Stellvertreter für politische Angelegenheiten, Stephen Miller, kürzlich in einem CNN-Interview erklärte, es sei nun offizielle US-Politik, Grönland übernehmen zu wollen. Aussagen über mögliche militärische Schritte und die Infragestellung Dänemarks Hoheitsrechte sorgten für diplomatische Empörung.

Dänemarks und Grönlands Antwort war eindeutig: Ein Verkauf sei ausgeschlossen – ebenso wie Gespräche über eine „freie Assoziierung“. Der grönländische Premierminister Jens-Frederik Nielsen erklärte, die Rhetorik der USA sei „respektlos“ und vergleiche Grönland auf inakzeptable Weise mit der Lage in Venezuela, wo kürzlich eine US-Militäraktion stattfand.

US-Senator Roger Wicker stellte nach einem Treffen mit den Diplomaten klar, dass es das souveräne Recht Dänemarks sei, jegliche Verkaufsverhandlungen abzulehnen. Stattdessen solle man sich auf bestehende Kooperationsmöglichkeiten konzentrieren, etwa in den Bereichen Sicherheit und Rohstoffförderung.

Dennoch bleibt die Sorge bestehen, dass die USA versuchen könnten, wirtschaftlichen oder geheimdienstlichen Druck auszuüben. Beim anstehenden Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio wollen Grönland und Dänemark ihre Position erneut deutlich machen – und gleichzeitig betonen, dass sie an einer fairen, gleichberechtigten Zusammenarbeit mit den USA interessiert sind.

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