Ein lauter Knall mitten in der Nacht, zerstörte Technik und eine halsbrecherische Flucht: In Schwaben ist es der Polizei gelungen, mutmaßliche Bankautomaten-Sprenger nach einer dramatischen Verfolgung zu fassen. Vier junge Männer aus den Niederlanden stehen im Verdacht, zuvor in Ehekirchen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen einen Geldautomaten gesprengt zu haben.
Nach der Tat machten sich die Verdächtigen mit hoher Geschwindigkeit auf die Flucht. Mehrere Streifen nahmen die Verfolgung auf, die sich durch das schwäbische Umland zog. In der Gemeinde Thierhaupten eskalierte die Situation: Um die gefährliche Flucht zu beenden und weitere Risiken für Unbeteiligte zu verhindern, entschlossen sich die Beamten zu einem entschlossenen Eingreifen. Das Fluchtfahrzeug wurde gezielt gerammt und so zum Stillstand gebracht.
Die vier Insassen konnten unmittelbar danach festgenommen werden. Verletzt wurde nach ersten Informationen niemand. Am Tatort des gesprengten Geldautomaten bot sich zuvor ein Bild der Verwüstung: Trümmer, beschädigte Gebäudeteile und ein völlig zerstörter Automat zeugen von der enormen Sprengkraft, die bei solchen Taten eingesetzt wird.
Der Fall reiht sich in eine Serie ein, die Ermittler seit Monaten beschäftigt. Allein in diesem Jahr wurden in Bayern bereits zahlreiche Angriffe auf Geldautomaten registriert. Die Täter gehen dabei oft äußerst professionell vor, reisen aus dem Ausland an und setzen auf schnelle Fluchtfahrzeuge.
Nun prüfen die Ermittler, ob die festgenommenen Männer für weitere Taten verantwortlich sind. Die Untersuchungen laufen auf Hochtouren – ebenso wie die Diskussion über schärfere Sicherheitsmaßnahmen, um der gefährlichen Welle von Automatensprengungen Einhalt zu gebieten.