Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat die Vereinigten Staaten scharf angegriffen und ihnen vorgeworfen, es auf die riesigen Erdölvorkommen seines Landes abgesehen zu haben. In einem Schreiben an die OPEC erklärte Maduro, Washington plane, die größten bekannten Ölreserven der Welt „mittels militärischer Gewalt“ unter seine Kontrolle zu bringen.
Militärische Präsenz in der Karibik sorgt für Spannungen
Maduro bezog sich in seinem Brief auf eine angeblich massive US-Militärpräsenz vor der venezolanischen Küste. Nach seinen Angaben sollen die USA derzeit:
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14 Kriegsschiffe
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sowie 15.000 Soldaten
in der Karibik zusammengezogen haben. Offiziell begründet Washington den Einsatz mit verstärkten Maßnahmen gegen Drogenschmuggel und organisierte Kriminalität in der Region.
Für Maduro jedoch ist der erklärte Anti-Drogen-Einsatz nur ein Vorwand. Er behauptet, die USA bereiteten sich in Wahrheit auf eine „militärische Intervention“ vor, um in Venezuelas Ölpolitik einzugreifen und den Rohstoffmarkt des Landes zu kontrollieren.
Gesperrter Luftraum verschärft die Lage
Am Wochenende reagierte US-Präsident Donald Trump mit einer zusätzlichen Maßnahme: Er erklärte den Luftraum über Venezuela für geschlossen, wodurch Flugbewegungen in und aus dem Land weiter eingeschränkt wurden.
Die Entscheidung sorgt für zusätzliche diplomatische Spannungen und nährt in Caracas die Befürchtung, Washington bereite eine weitere Eskalation vor.
Venezuela und die USA – ein Konflikt mit langer Vorgeschichte
Die Beziehungen zwischen beiden Staaten sind seit Jahren äußerst angespannt. Gründe dafür sind:
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Venezuelas politische und wirtschaftliche Krise
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jahrelange US-Sanktionen gegen die Maduro-Regierung
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Vorwürfe der Menschenrechtsverletzungen
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Streit über internationale Anerkennung der venezolanischen Regierung
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und der Einfluss Chinas und Russlands in Caracas
Der Ölsektor spielt dabei eine zentrale Rolle: Venezuela verfügt nach offiziellen Angaben über die größten Erdölreserven der Welt, ist aber aufgrund der Wirtschaftskrise und politischer Instabilität kaum noch in der Lage, das Potenzial zu nutzen.
Maduro sucht Unterstützung bei der OPEC
In seinem Brief bittet Maduro die OPEC um internationale Solidarität und bezeichnet Venezuelas Öl als „strategisches Erbe“, das gegen äußere Einflussnahme geschützt werden müsse. Er warnt zugleich vor einem „Gefährdungsrisiko für die weltweite Stabilität des Ölmarktes“, sollte die USA militärisch vorgehen.
USA weisen Vorwürfe zurück
Aus Washington gibt es bislang keine offizielle Reaktion zu Maduros Schreiben. In der Vergangenheit haben US-Regierungen jedoch stets betont, dass ihre Maßnahmen auf die Bekämpfung von Drogenhandel, Korruption und politischer Unterdrückung in Venezuela abzielen – nicht auf den Zugang zu Ölreserven.