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Abschaltung in Sicht: Millionen Zuschauer müssen auf HD umstellen

2247188 (CC0), Pixabay

Am Dienstag wird ein deutliches Kapitel deutscher Fernsehgeschichte geschlossen. Das Zweite Deutsche Fernsehen beendet die Ausstrahlung wichtiger Programme in Standardauflösung. Ein Schritt, der technisch seit Jahren überfällig ist – für einen Teil der Zuschauer aber unmittelbare Konsequenzen hat.

Betroffen sind die SD-Varianten von ZDF, ZDFneo, ZDFinfo, KiKA und 3sat. Diese Sender werden künftig ausschließlich in hoher Bildqualität ausgestrahlt. Nach rund anderthalb Jahrzehnten paralleler Übertragung zieht das ZDF damit den Stecker für die kostspielige Doppelversorgung, wie die Anstalt bereits länger angekündigt hatte. Die Umstellung erfolgt nicht nur über Satellit, sondern auch in den Kabelnetzen von Vodafone.

Für Haushalte mit älteren Fernsehern oder Receivern ohne HD-Fähigkeit bedeutet die Neuerung, dass auf den genannten Programmen ab sofort nur noch ein schwarzer Bildschirm erscheint. Noch immer nutzen mehr als zwei Millionen Haushalte ausschließlich die SD-Versionen öffentlich-rechtlicher Sender.

Die ARD hatte ihre SD-Verbreitung bereits Anfang des Jahres eingestellt und war damit vorangegangen. Nun folgt das ZDF und setzt den Modernisierungskurs fort. Wer weiterhin fernsehen möchte wie gewohnt, benötigt künftig einen HD-fähigen Receiver oder ein Gerät mit integriertem HD-Tuner. Ein Sendersuchlauf kann in vielen Fällen genügen, um die hochauflösenden Versionen sichtbar zu machen.

Während die öffentlich-rechtlichen Programme in HD weiterhin kostenfrei sind, bleibt die Situation bei den Privatsendern durch zusätzliche Gebührenmodelle komplizierter. Klar ist jedoch: Der technische Fortschritt duldet keinen Stillstand. Für Zuschauer, die noch nicht umgerüstet haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, aktiv zu werden und den Fernsehempfang zukunftssicher zu machen.

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