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Trump baut sich ein Ballroom – bezahlt von Milliardären, Konzernen und Kryptokönigen

u_dg9pheol (CC0), Pixabay

Während Bagger das Ostflügel-Gebäude des Weißen Hauses niederreißen, um Platz für einen neuen Ballsaal im Wert von 300 Millionen Dollar zu schaffen, betont Präsident Donald Trump, dass der Umbau „keinen Cent der Steuerzahler“ koste.

Tatsächlich aber zahlen dafür einige der mächtigsten Unternehmen und reichsten Unterstützer Amerikas – viele mit laufenden Geschäften oder politischen Interessen gegenüber der US-Regierung.

„Privat finanziert“ – aber hochpolitisch

Laut einem Bericht von CNN werden die Mittel über die gemeinnützige „Trust for the National Mall“ gesammelt, die Spenden steuerlich absetzbar macht.
Einige Spenden sind nicht nur großzügig, sondern auch politisch aufgeladen:

  • Google zahlte 22 Millionen Dollar als Teil einer Einigung über Trumps Klage gegen das YouTube-Verbot.

  • Lockheed Martin, der größte US-Rüstungskonzern, gab eine Million Dollar – und lobte das Projekt als „Symbol amerikanischer Ideale“.

  • Apple, Amazon, Meta, Microsoft und andere Tech-Giganten spendeten ebenfalls sechs- und siebenstellige Beträge.

Trump versprach, „selbst mitzuzahlen“ – wie viel, bleibt unklar.

Von Casino-Königin bis Kryptomilliardär

Die Liste der Spender liest sich wie das „Who’s Who“ der amerikanischen Machtelite:

  • Miriam Adelson, milliardenschwere Casinobetreiberin und langjährige Trump-Unterstützerin, gehört zu den Hauptspendern.

  • Brian Armstrong von Coinbase und Charles Cascarilla (Paxos) stehen für die Kryptobranche, die unter Trumps zweiter Amtszeit einen massiven Regulierungsvorteil erlebt.

  • Harold Hamm, der Öl- und Frackingmilliardär, spendete erneut Millionen – seine Branche profitiert von Trumps Umweltpolitik.

  • Howard Lutnick, inzwischen Trumps Handelsminister, überwies privat mehr als 9 Millionen Dollar an Trump-nahe Super-PACs.

Und dann wäre da noch Meta-Chef Mark Zuckerberg, der Trump einst von Facebook verbannte – und nun wieder an seinem Tisch sitzt.

Spender mit laufenden Regierungsaufträgen

Viele der genannten Firmen verdienen direkt an der US-Regierung:

  • Lockheed Martin erhielt allein 2024 über 40 Milliarden Dollar an Staatsaufträgen.

  • Booz Allen Hamilton kassierte 6 Milliarden Dollar für Beratungsleistungen im Verteidigungsbereich.

  • Caterpillar bekam fast eine Milliarde Dollar an Bundesverträgen – und entging vor Jahren einer Steuerermittlung, nachdem Trumps Justizminister Bill Barr sein Amt antrat.

Kritiker sprechen von „Pay-to-Play“

Während Trump die Spenden als „patriotische Gesten“ darstellt, sehen Kritiker darin eine Form der verdeckten Einflussnahme.

Dass sich Tech-, Energie- und Finanzmagnaten mit Millionenbeträgen an einem persönlichen Prestigeprojekt des Präsidenten beteiligen, wirft Fragen auf:

  • Was erwarten sie im Gegenzug – politische Rücksicht, Aufträge oder Deregulierung?

  • Und kann ein Präsident wirklich behaupten, ein privat finanziertes Bauwerk auf öffentlichem Grund sei „zum Nulltarif für die Bürger“?

Das vielleicht teuerste Parkett der Welt

Der Ballsaal soll laut Weißem Haus „ein Ort der Diplomatie und Kultur“ werden. Doch Kritiker sagen, er sei vor allem ein Symbol für Trumps Nähe zu Geld und Macht – eine glänzende Halle, gebaut auf politischem Beton.

Oder, wie ein Washingtoner Insider spöttisch bemerkte:

„Das ist kein Ballsaal – das ist ein Denkmal für Lobbyismus in Gold und Marmor.

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