Ein außergewöhnliches Sammlerstück mit päpstlichem Segen hat bei einer Auktion für Aufsehen gesorgt: Ein weißes Motorrad, das von Papst Leo XIV. signiert wurde, ist bei einer Versteigerung des renommierten Auktionshauses RM Sotheby’s für 130.000 Euro (zuzüglich Gebühren und Steuern) verkauft worden. Der Erlös soll vollständig karitativen Zwecken zugutekommen.
Wie das Auktionshaus mitteilte, hatte der Papst das Motorrad im September im Vatikan persönlich signiert. Fotos auf der Website von RM Sotheby’s zeigen den Pontifex auf der Maschine sitzend, lächelnd und mit einem weißen Helm in der Hand – ein ungewöhnliches Bild, das die Herzen vieler Sammler und Gläubiger gleichermaßen höherschlagen ließ.
Das Motorrad, das in einem auffälligen Weiß mit goldenen Akzenten gestaltet ist, war Teil einer Sonderedition, die speziell für wohltätige Zwecke entworfen wurde. Es handelt sich um ein leistungsstarkes Modell eines europäischen Premiumherstellers, das durch die päpstliche Unterschrift zu einem einmaligen Symbol zwischen Glaube und Geschwindigkeit wurde.
Der Auktionserlös soll laut Angaben des Auktionshauses den päpstlichen Missionswerken in Österreich zugutekommen. Diese werden die Mittel an Hilfsprojekte für Kinder in Madagaskar weiterleiten – ein Land, in dem Armut und Kinderarbeit nach wie vor weit verbreitet sind. Das Geld soll insbesondere für Bildungsinitiativen, Gesundheitsversorgung und den Aufbau von Schulen verwendet werden.
Vertreter von RM Sotheby’s sprachen von einer „herausragenden Kombination aus Sammlerleidenschaft und gelebter Nächstenliebe“. Schon im Vorfeld der Auktion hatte das Motorrad großes Interesse geweckt. Schätzungen lagen zwischen 80.000 und 100.000 Euro – der erzielte Preis übertraf diese Erwartungen deutlich.
Papst Leo XIV., der sich bereits mehrfach für soziale Projekte und den Schutz benachteiligter Kinder eingesetzt hat, ist bekannt für symbolträchtige Gesten. Mit der Signierung des Motorrads wollte er nach Angaben des Vatikans „ein Zeichen dafür setzen, dass auch ungewöhnliche Wege Gutes bewirken können“.
Das weiße Motorrad reiht sich damit in eine kleine Tradition päpstlicher Versteigerungen ein: Schon unter Papst Franziskus waren 2014 eine Harley-Davidson und eine Lederjacke versteigert worden – ebenfalls für wohltätige Zwecke. Beide Auktionen erzielten damals hohe Summen und sorgten weltweit für mediale Aufmerksamkeit.
Mit dem jüngsten Verkauf setzt der Vatikan dieses Engagement fort und zeigt, dass Glauben und Charity auch auf zwei Rädern eine kraftvolle Verbindung eingehen können.