Gute Nachrichten für künftige Auszubildende: Ab dem 1. Januar 2026 steigt die gesetzliche Mindestvergütung für Azubis spürbar an. Das gab das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bekannt. Wer seine duale Ausbildung im Jahr 2026 beginnt, hat Anspruch auf mindestens 724 Euro im ersten Ausbildungsjahr – ein Plus von rund 6,2 Prozent im Vergleich zu 2025.
Auch in den folgenden Jahren der Ausbildung erhöht sich die Vergütung:
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Im zweiten Ausbildungsjahr erhalten Azubis mindestens 854 Euro,
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im dritten Jahr 977 Euro,
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und im vierten Ausbildungsjahr schließlich 1.014 Euro.
Zum Vergleich: Für Ausbildungen, die 2025 beginnen, liegt die gesetzliche Mindestvergütung im ersten Jahr noch bei 682 Euro.
Die Anpassung erfolgt auf Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBiG), das seit 2020 eine gesetzliche Untergrenze für die Ausbildungsvergütung festlegt. Ziel der Regelung ist es, faire und attraktive Bedingungen für junge Menschen zu schaffen, die eine Ausbildung beginnen möchten – besonders angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels in vielen Branchen.
Nach Angaben des BIBB orientiert sich die jährliche Anpassung an der allgemeinen Lohnentwicklung. Dadurch soll verhindert werden, dass Azubis im Vergleich zu anderen Beschäftigtengruppen ins Hintertreffen geraten.
Sozialverbände und Gewerkschaften begrüßen die Erhöhung, fordern aber zugleich weitere Verbesserungen. Die Ausbildungsvergütung müsse künftig stärker an die Lebenshaltungskosten in den Regionen angepasst werden, erklärte die Gewerkschaft ver.di. Viele Auszubildende könnten sich sonst weder eine eigene Wohnung noch Mobilität leisten – insbesondere in Großstädten.
Auch Unternehmen und Handwerksbetriebe stehen vor einer Herausforderung: Während große Konzerne die höheren Vergütungen leichter schultern können, warnen kleinere Betriebe vor weiteren finanziellen Belastungen. Dennoch sehen viele Ausbildungsbetriebe in der Erhöhung eine wichtige Investition in die Zukunft.
„Eine angemessene Vergütung ist ein entscheidender Faktor, um junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen“, heißt es aus dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Schließlich bleibe die duale Ausbildung das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – und attraktive Bedingungen seien dafür unerlässlich.