Heute Abend erwartet Himmelsbegeisterte ein besonderes Ereignis: Der Mond tritt in den Kernschatten der Erde ein und es kommt zu einer totalen Mondfinsternis. In Deutschland wird das Naturschauspiel vielerorts sichtbar sein – wenn auch nicht überall von Anfang an.
Zeitlicher Ablauf der Finsternis
Die Mondfinsternis folgt einem festen astronomischen Fahrplan:
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Beginn der partiellen Phase: ca. 19:30 Uhr (MESZ). In dieser Phase schiebt sich der Erdschatten langsam über den Mond.
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Beginn der Totalität: kurz nach 19:30 Uhr. Der Mond liegt dann vollständig im Kernschatten der Erde.
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Maximale Verdunkelung: gegen 20:15 Uhr. Der Mond erscheint kupferrot oder dunkelbraun – ein Effekt, der ihm den Beinamen „Blutmond“ eingebracht hat.
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Ende der Totalität: kurz nach 21:00 Uhr. Danach tritt der Mond wieder aus dem Kernschatten aus.
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Gegen 22:30 Uhr ist die Finsternis vollständig beendet.
Sichtbarkeit in Deutschland
Die Sichtbarkeit hängt davon ab, wann der Mond in den einzelnen Regionen aufgeht:
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Osten Deutschlands (z. B. Berlin, Dresden, Leipzig): Hier ist der Mond bereits beim Eintritt in die Totalität über dem Horizont sichtbar. Beobachter können fast die gesamte Verfinsterung verfolgen.
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Mitte Deutschlands (z. B. Frankfurt, Hannover, Kassel): Der Mond geht etwas später auf, die Totalität ist aber noch weitgehend zu sehen.
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Westen und Süden Deutschlands (z. B. Köln, München, Freiburg): Dort wird der Mond erst sichtbar, wenn die Totalität bereits im Gange ist. In manchen Regionen sieht man den roten Mond also erst, wenn er schon teilweise verfinstert ist.
Warum der Mond rot wird
Bei einer totalen Mondfinsternis gelangt kein direktes Sonnenlicht auf die Mondoberfläche, da die Erde exakt zwischen Sonne und Mond steht. Dennoch verschwindet der Mond nicht völlig. Die Erdatmosphäre wirkt wie ein Filter: Sie streut das blaue Licht und lässt vor allem rötliche Wellenlängen weiter. Diese brechen um die Erde herum und tauchen den Mond in ein kupferrotes bis dunkelrotes Licht.
Die genaue Färbung hängt von den Atmosphärenbedingungen ab. Bei starker Luftverschmutzung oder nach Vulkanausbrüchen erscheint der Mond oft besonders dunkel.
Historische und kulturelle Bedeutung
Mondfinsternisse faszinierten die Menschen seit Jahrtausenden. In alten Kulturen galten sie als Omen – manchmal für Unglück, manchmal für Neubeginn. Heute wissen wir, dass sie regelmäßig und berechenbar auftreten. Dennoch ziehen sie noch immer Hunderttausende von Menschen in ihren Bann.
Die heutige Finsternis ist insofern besonders, als sie in Mitteleuropa gut zur Abendzeit zu beobachten ist – ein Umstand, der sie auch für Familien mit Kindern leicht zugänglich macht.
Tipps zur Beobachtung
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Freie Sicht nach Osten: Da der Mond während der Finsternis noch relativ tief am Horizont steht, empfiehlt sich ein Standort ohne hohe Häuser, Bäume oder Berge im Blickfeld.
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Lichtverschmutzung vermeiden: Am besten eignen sich ländliche Gegenden oder Stadtränder. Je dunkler der Himmel, desto intensiver wirkt die rote Färbung.
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Fernglas oder Teleskop: Schon mit dem bloßen Auge ist die Finsternis beeindruckend, mit einem Fernglas lassen sich aber feine Strukturen und Farbnuancen auf der Mondoberfläche erkennen.
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Kamera: Wer fotografieren möchte, sollte ein Stativ nutzen und lange Belichtungszeiten einplanen, um die rötliche Färbung einzufangen.
Ein seltenes Naturschauspiel
Totale Mondfinsternisse sind zwar keine extremen Seltenheiten, finden aber meist in unregelmäßigen Abständen statt und sind nicht immer in Europa sichtbar. Für viele Himmelsbeobachter ist die heutige Finsternis daher eine besondere Gelegenheit, die Naturgewalt von Erde, Mond und Sonne eindrucksvoll zu erleben.