Der Iran erlebt derzeit eine der heftigsten Hitzewellen der vergangenen Jahre. In der südwestlichen Stadt Omidieh, gelegen in der industriell bedeutenden und zugleich extrem trockenen Provinz Chusestan, wurden am Donnerstag 51 Grad Celsius gemessen. Dies berichtete der staatliche Rundfunk und sprach von einer außergewöhnlichen Extremwetterlage.
Auch in zahlreichen anderen Städten des Landes kletterten die Temperaturen laut Medienberichten auf über 45 Grad. Die extremen Wetterbedingungen treffen das Land in einer besonders kritischen Phase – denn der Iran befindet sich mitten in einer akuten Wasserkrise.
Klimaexperten schlagen Alarm: Nach aktuellen Einschätzungen sind rund 80 Prozent der Stauseen im Land nahezu leer. Die Versorgung mit Trinkwasser ist in mehreren Regionen bereits eingeschränkt, landwirtschaftliche Erzeugnisse sind bedroht, und die Bevölkerung leidet unter der zunehmenden Hitze.
Die Kombination aus anhaltender Trockenheit, steigenden Temperaturen und unzureichendem Wassermanagement stellt das Land vor immense Herausforderungen – ökologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich.
Die kommenden Wochen könnten zur Belastungsprobe werden: für die Infrastruktur, die Umwelt und Millionen Menschen, die unter den Folgen des Klimawandels zunehmend zu leiden haben.