Die Ursache des folgenschweren Feuerwerksunglücks auf der Rheinkirmes am vergangenen Freitagabend ist offenbar geklärt: Laut Mitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf wurde das Unglück durch eine ungeplante Fehlzündung ausgelöst. Eine sogenannte Kugelbombe detonierte demnach bereits im Abschussrohr – ein gravierender Zwischenfall mit weitreichenden Folgen.
Bei der Explosion wurden 19 Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Feuerwerkskörper waren dabei ungewöhnlich bodennah explodiert und trafen Besucherinnen und Besucher im direkten Umfeld.
Die Bezirksregierung betonte, dass das Feuerwerk im Vorfeld ordnungsgemäß geprüft und genehmigt worden war. Auch während der Vorführung seien Fachleute der Behörden vor Ort gewesen, um die Einhaltung von Sicherheitsabständen zu kontrollieren. Hinweise auf Regelverstöße gebe es bislang nicht.
Die Ermittlungen laufen weiter, um etwaige technische Fehler oder menschliches Versagen auszuschließen. Die Veranstalter der Rheinkirmes zeigten sich tief betroffen. Man arbeite eng mit den Behörden zusammen, um den Vorfall vollständig aufzuklären und zukünftige Risiken zu minimieren.
Das Unglück wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gefahren von Großfeuerwerken – und dürfte die Debatte um strengere Sicherheitsvorgaben und Alternativen zur traditionellen Pyrotechnik neu entfachen.