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Großeinsatz gegen Terrorverdächtige in NRW: Mutmaßlicher Anschlagsplan vereitelt

fsHH (CC0), Pixabay

Mit einem koordinierten Schlag ist der nordrhein-westfälischen Polizei ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen den Terrorismus gelungen. In den frühen Morgenstunden durchsuchten Spezialeinheiten mehrere Wohnungen in Essen, Dortmund, Düsseldorf und Soest – Ziel: die Verhinderung eines mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlags.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 27 Jahre alter Mann mit bosnisch-herzegowinischem Pass, der festgenommen wurde. Der Verdächtige, so teilte die Polizei mit, soll neben der mutmaßlichen Terrorplanung auch gewerbsmäßigen Betrug begangen haben. Ob und wie beides miteinander zusammenhängt, dazu äußerten sich die Ermittler bislang nicht detailliert.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul lobte die Einsatzkräfte für ihre schnelle und konsequente Arbeit: „Die Polizei hat heute mit klarem Handeln gezeigt, dass wir jede noch so kleine Spur verfolgen und mögliche Terroraktivitäten im Keim ersticken.“

Wie aus Ermittlerkreisen bekannt wurde, soll der Mann Teil eines Netzwerks sein – weitere Beschuldigte sind im Visier der Fahnder. Noch ist unklar, wie weit die mutmaßlichen Anschlagspläne gediehen waren und ob konkrete Ziele anvisiert wurden.

Die Durchsuchungen zogen sich über Stunden, Beweismaterial – darunter elektronische Geräte und Dokumente – wurde sichergestellt und wird nun ausgewertet.

Die Festnahme zeigt erneut, wie groß die Gefahr bleibt, die von radikalisierten Einzeltätern und Kleinstgruppen ausgehen kann – und wie wachsam die Sicherheitsbehörden sein müssen, um Schlimmeres zu verhindern.

Der 27-Jährige soll in Kürze dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Bis dahin laufen die Ermittlungen auf Hochtouren – um herauszufinden, ob tatsächlich ein Anschlag unmittelbar bevorstand.

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