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„No Kings“-Proteste in den USA: Über fünf Millionen demonstrieren gegen Trumps Machtpolitik

MIH83 (CC0), Pixabay

Am 14. Juni gingen in den gesamten USA Millionen Menschen auf die Straße – unter dem Motto „No Kings“ demonstrierten sie gegen die ausufernde Machtfülle von Präsident Donald Trump und setzten ein Zeichen für den Erhalt demokratischer Grundwerte. Laut Angaben der American Civil Liberties Union (ACLU) beteiligten sich über 5 Millionen Menschen an mehr als 2.100 Kundgebungen im ganzen Land. Auch die politische Organisation Move On bestätigte diese Zahl in einem Spendenaufruf.

Die Proteste fielen mit Trumps umstrittener Militärparade in Washington zusammen, bei der der Präsident mit schwerem Kriegsgerät durch die Hauptstadt zog – ein symbolträchtiger Auftritt, der von den Demonstrierenden als autoritär kritisiert wurde.

Der Slogan „No Kings“ lehnt sich bewusst an das Erbe der amerikanischen Unabhängigkeit an: Niemand – auch kein Präsident – stehe über dem Gesetz. ACLU-Vertreterin Deirdre Schifeling erklärte: „Die Amerikanerinnen und Amerikaner lieben die Demokratie und lassen sich nicht durch die Angstpolitik dieses Präsidenten einschüchtern.“

Die Großdemonstrationen verliefen größtenteils friedlich. In New York City versammelten sich laut New York Post rund 50.000 Menschen. Auch in Los Angeles und anderen Großstädten gab es riesige Märsche. Allerdings kam es vereinzelt zu Gewalt: In Los Angeles setzte die Polizei Tränengas ein, nachdem Demonstrierende laut Behörden mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern geworfen hatten. In Virginia fuhr ein Mann mit einem SUV absichtlich in eine Menschenmenge; mindestens eine Person wurde verletzt.

In Minnesota hingegen mussten geplante Proteste kurzfristig abgesagt werden – nach der tödlichen Attacke auf zwei demokratische Abgeordnete und deren Partner. Die „No Kings“-Organisatoren folgten der Empfehlung von Gouverneur Tim Walz und verzichteten aus Sicherheitsgründen auf öffentliche Versammlungen.

Der Politikwissenschaftler Jeremy Pressman von der Crowd Counting Consortium kündigte an, dass unabhängige Schätzungen zur Teilnehmerzahl noch Zeit benötigen. Doch bereits jetzt ist klar: Der 14. Juni 2025 markiert einen der größten landesweiten Protesttage der jüngeren US-Geschichte – ein starkes Zeichen gegen politische Gewalt und für demokratische Prinzipien.

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