Die Hoffnung, steigende Preise könnten die Flaute in Restaurants, Hotels und Pensionen ausgleichen, hat sich nicht erfüllt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, bleibt die wirtschaftliche Bilanz des deutschen Gastgewerbes zum Jahresbeginn enttäuschend: Zwar lagen die nominalen Umsätze im ersten Quartal 2025 geringfügig – um 0,3 Prozent – über dem Vorjahreswert, doch diese Zahl täuscht. Real, also preisbereinigt, ergibt sich ein deutliches Minus von 3,4 Prozent.
Besonders ernüchternd fällt der Blick auf den Monatsvergleich aus: Von Februar auf März sanken die Umsätze noch einmal um 1,3 Prozent. Trotz Ostergeschäft und anziehender Temperaturen konnte das Gastgewerbe den Trend nicht drehen.
Zwischen Frust und Hoffnung – die Details
Während Restaurants, Hotels und Pensionen unter schwacher Nachfrage und hohen Kosten leiden, schneiden Caterer etwas besser ab. Sie konnten sich in einem schwierigen Umfeld besser behaupten – nicht zuletzt durch planbare Großaufträge und flexiblere Kostenstrukturen.
Die Zahlen belegen: Inflation und Konsumzurückhaltung setzen der Branche weiterhin zu. Gäste bleiben aus oder geben weniger aus – selbst bei gestiegenen Preisen. Viele Betriebe spüren nach wie vor die Spätfolgen der Pandemie, kämpfen mit Personalengpässen und gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreisen.
Fazit:
Die Branche steckt weiterhin in der wirtschaftlichen Zwangsjacke. Was auf dem Papier durch Preisanpassungen noch stabil aussieht, entpuppt sich real als spürbarer Rückgang. Der Druck auf Gastwirte und Hoteliers bleibt hoch – und ohne Impulse durch steigende Realeinkommen oder gezielte politische Entlastung dürfte sich die Lage auch im Sommer nicht wesentlich verbessern. Die Gastronomie bleibt ein wirtschaftlicher Sorgenfall – trotz voller Biergärten.