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Sauren Dynamic Absolute Return: Gute Jahresperformance, aber Nettoabflüsse und hohe laufende Kosten belasten die Anlegerperspektive

Die HANSAINVEST Hanseatische Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Hamburg hat den Jahresbericht für den Dachfonds Sauren Dynamic Absolute Return Klasse D und Klasse I vorgelegt. Das Portfolio wird laut Bericht von der Sauren Finanzdienstleistungen GmbH & Co. KG mit Sitz in Deutschland gemanagt; im Mittelpunkt steht ein konzentriert investierender Dachfonds mit klarer Ausrichtung auf Absolute-Return-Zielfonds.

Aus Anlegersicht fällt vor allem auf: Der Fonds hat im Geschäftsjahr zwar zugelegt, zugleich ist das Vermögen in der günstigeren Klasse D durch deutliche Mittelabflüsse geschrumpft. Die erzielte Wertentwicklung stammt dabei nicht aus laufenden Erträgen, sondern vor allem aus realisierten Gewinnen aus der Veräußerung von Zielfonds, während die laufende Ertragsseite negativ blieb.

Vermögen und Wertentwicklung

Das Fondsvermögen lag zum 30. Juni 2026 bei 8,39 Mio. Euro nach 8,67 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Dahinter stehen zwei sehr unterschiedliche Klassen: Die Klasse D kam zum Geschäftsjahresende auf 3,15 Mio. Euro nach 3,63 Mio. Euro im Vorjahr, die Klasse I auf 5,23 Mio. Euro nach 5,04 Mio. Euro. Der Anteilwert stieg in der Klasse D von 10,67 Euro auf 10,95 Euro und in der Klasse I von 11,65 Euro auf 12,10 Euro.

Die Wertentwicklung betrug im Berichtszeitraum 4,4 Prozent für Klasse D und 5,6 Prozent für Klasse I. Damit hat die Klasse I etwas besser abgeschnitten. Für Anleger wichtig ist die Einordnung der Ergebnisquelle: Der ordentliche Nettoertrag war in beiden Klassen negativ, nämlich minus 46.858,71 Euro in Klasse D und minus 17.953,08 Euro in Klasse I. Das positive Jahresergebnis von 136.454,67 Euro beziehungsweise 281.104,16 Euro entstand vor allem durch Veräußerungsgeschäfte. Die realisierten Gewinne lagen bei 254.222,80 Euro in Klasse D und 416.826,89 Euro in Klasse I; ihnen standen nur vergleichsweise geringe realisierte Verluste gegenüber.

Bemerkenswert ist außerdem die Entwicklung der nicht realisierten Positionen: Hier drückten Kursrückgänge im Bestand das Ergebnis. Die Nettoveränderung der nicht realisierten Gewinne und Verluste war in beiden Klassen negativ. Das zeigt, dass der positive Jahresausgang nicht aus einer breiten Marktaufwertung des Portfolios kam, sondern wesentlich aus aktivem Umschichten.

Bei den Mittelbewegungen zeigt sich ein klarer Unterschied zwischen den Anteilklassen. In Klasse D gab es Nettoabflüsse von 565.219,55 Euro. Die Anteilklasse verlor damit spürbar Volumen, was für Anleger ein Warnsignal sein kann, wenn sich Abflüsse verstetigen. In Klasse I gab es dagegen keine Nettoveränderung durch Verkäufe oder Rücknahmen. Zusätzlich wurde die Ausschüttung des Vorjahres berücksichtigt: 60.016,64 Euro in Klasse D und 86.130,66 Euro in Klasse I.

Portfolio und größte Positionen

Der Fonds ist stark auf Investmentfondsanteile konzentriert: 98,32 Prozent des Fondsvermögens entfielen zum Stichtag auf Zielfonds, nur 1,88 Prozent auf Bankguthaben. Der Bericht nennt ein Portfolioprofil mit aktienorientierten Absolute-Return-Fonds als Schwerpunkt, ergänzt um Long/Short-Strategien, einen Event-Driven-Fonds, einen rentenorientierten Absolute-Return-Fonds und einen Convertible-Arbitrage-Fonds. Aus Anlegersicht bedeutet das: Der Fonds bleibt trotz des Sicherheitsanspruchs eines Absolute-Return-Konzepts marktnah und auf die Qualität einzelner Manager angewiesen.

Zu den größten Positionen zählten unter anderem Schroder GAIA SICAV – Contour Tech Equity – C- EUR Hedged mit 743.467,20 Euro, Polar Capital Funds – Global Absolute Return Fund mit 677.366,65 Euro, Man VI – Man Credit Opportunities mit 675.844,00 Euro und WS Lancers Funds – Lancers Absolute Return Fund mit 645.540,12 Euro. Ebenfalls bedeutend waren QSM Global Equity Long/Short, Tages International Funds – Engadine Long/Short, IAM Calibrated European Equity Long/Short und mehrere kleinere europäische und globale Absolute-Return-Strategien. Die zehn durchgängig gehaltenen Zielfonds zeigten insgesamt acht positive und zwei negative Ergebnisse.

Im Berichtsjahr wurden Positionen umgeschichtet: Neu aufgenommen wurden unter anderem Engadine Long/Short, Riposte Global Opportunity, CIBRA Event Driven und Polar Capital Global Absolute Return; verkauft wurde ein North-America-Long/Short-Fonds. Für Anleger ist das ein Hinweis darauf, dass die Managerselektion und die laufende Anpassung des Dachfonds zentrale Renditequellen sind.

Kosten

Die Kostenbelastung ist für einen Dachfonds dieser Art nicht niedrig. Die Gesamtkostenquote betrug 2,81 Prozent in Klasse D und 1,66 Prozent in Klasse I. Hinzu kamen Transaktionskosten von 3.420,31 Euro. In der Entwicklung der Erträge ist sichtbar, dass die laufenden Kosten die ohnehin geringen Zinserträge deutlich übersteigen: Die Zinserträge aus Liquiditätsanlagen beliefen sich auf nur 1.470,48 Euro in Klasse D und 2.427,86 Euro in Klasse I, während allein die Verwaltungsvergütung 27.456,38 Euro beziehungsweise 10.280,57 Euro ausmachte. Dazu kamen Verwahrstellenvergütung, Prüfungs- und Veröffentlichungskosten sowie sonstige Aufwendungen.

Aus Anlegersicht auffällig ist vor allem das Verhältnis von Kosten zu laufenden Erträgen: Der Fonds erzielt aus Cash-Beständen praktisch keine Ertragsbasis, während die laufenden Kosten in beiden Klassen deutlich ins Gewicht fallen. Zwar ist bei Dachfonds mit externer Zielfondsstruktur eine mehrstufige Kostenbelastung typisch, doch die Quote von 2,81 Prozent in Klasse D ist für Privatanleger spürbar. Klasse I ist günstiger, verlangt aber laut Bericht eine Mindestanlage von 1 Mio. Euro.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt vor allem Marktpreisrisiken, insbesondere Aktien-, Zins-, Währungs- und sonstige Marktrisiken auf Ebene der Zielfonds. Das Währungsrisiko wurde laut Bericht überwiegend abgesichert, weil bevorzugt eurogesicherte Zielfondsanteile eingesetzt wurden. Adressenausfall-, Liquiditäts- und operationelle Risiken traten im Berichtszeitraum nicht in besonderer Form hervor. Gleichwohl verweist der Bericht auf die erhöhte Volatilität der Märkte vor dem Hintergrund geopolitischer Krisen und der Unsicherheit durch Handels- und Zollpolitik.

Als auffällig aus Anlegersicht ist die Kombination aus negativem ordentlichem Nettoertrag, hohen laufenden Kosten und Mittelabflüssen in Klasse D. Positiv ist dagegen, dass der Fonds trotz dieser Belastungen auf Jahressicht ein ansehnliches Ergebnis erzielte und die Zielfonds überwiegend im Plus lagen. Nachhaltigkeitsrisiken wurden bei den Anlageentscheidungen nicht berücksichtigt; der Fonds erfüllt damit die Einstufung nach Artikel 6 der Offenlegungsverordnung.

Fazit für Anleger

Der Bericht zeigt einen aktiven, managergetriebenen Dachfonds, der 2025/26 eine positive Wertentwicklung erzielt hat, dabei aber stark von Veräußerungsgewinnen und der Auswahl einzelner Zielfonds abhängig blieb. Die Ausschüttung erfolgte in beiden Klassen als Barausschüttung; in Klasse D wurden 0,2392 Euro je Anteil, in Klasse I 0,2628 Euro je Anteil ausgeschüttet. Das Interesse von Anlegern dürfte vor allem daran hängen, ob der Fonds seine Managerauswahl und Umschichtungsleistung auch künftig in stabile Ergebnisse übersetzen kann.

Der unabhängige Abschlussprüfer hat den Jahresbericht ohne Einschränkung bestätigt und bescheinigt, dass er in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften des KAGB entspricht und ein umfassendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse und Entwicklungen des Sondervermögens vermittelt.

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