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WWK-Rent: Kleineres Fondsvermögen, positive Jahresrendite – aber Mittelabflüsse und deutliche Zinsbelastung prägten das Jahr

Die Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Frankfurt am Main legt als Kapitalverwaltungsgesellschaft und verwaltende Gesellschaft des Fonds WWK-Rent diesen Jahresbericht vor. Der Fonds bleibt ein klassischer Rentenfonds mit Schwerpunkt auf Euro-Anleihen europäischer Emittenten; ein externer Fondsmanager oder Anlageberater wird im Bericht nicht genannt. Aus Anlegersicht fällt vor allem auf: Trotz eines schwierigen Zinsumfelds erzielte der Fonds eine positive Wertentwicklung, zugleich schrumpfte das Fondsvermögen leicht und es kam zu Nettoabflüssen.

Vermögen und Wertentwicklung

Zum Ende des Geschäftsjahres am 30. Juni 2026 belief sich das Fondsvermögen auf 29,39 Mio. Euro nach 30,27 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Der Anteilwert stieg dennoch von 36,49 Euro auf 36,68 Euro. Das entspricht einer Jahresperformance von 1,52 % und zeigt: Der Fonds konnte sich trotz steigender Marktzinsen behaupten, allerdings nicht mit großem Abstand zum Marktumfeld. Für Anleger bedeutet das eine moderate, aber keineswegs starke Ertragsentwicklung.

Die Wertentwicklung kam vor allem aus laufenden Zinserträgen und dem positiven Ergebnis des Anleiheportfolios. Die Erträge summierten sich auf 616.924,81 Euro, davon entfielen 57.572,56 Euro auf inländische und 557.189,38 Euro auf ausländische Zinsen. Gegenläufig wirkten realisierte Verluste aus Veräußerungsgeschäften in Höhe von 150.872,58 Euro, sodass das Veräußerungsergebnis mit minus 70.165,77 Euro negativ ausfiel. Das Gesamtjahresergebnis lag dennoch bei 455.113,65 Euro. Aus Anlegersicht ist das wichtig, weil die Rendite also nicht aus Kursgewinnen beim Verkauf von Titeln, sondern im Wesentlichen aus Kuponerträgen und der positiven Bewertung noch nicht realisierter Positionen entstanden ist.

Die Mittelbewegungen zeigen ein gemischtes Bild. Es flossen 3,94 Mio. Euro über Anteilscheine zu, zugleich wurden 4,98 Mio. Euro zurückgegeben. Unter dem Strich ergab sich ein Nettoabfluss von 1,04 Mio. Euro. Das ist ein spürbarer Rückgang der Anlegergelder und erklärt mit, warum das Fondsvermögen trotz positiver Performance gesunken ist.

Kosten

Die laufenden Kosten lagen bei 226.354,25 Euro. Davon entfielen 187.552,08 Euro auf die Verwaltungsvergütung und 17.470,48 Euro auf die Verwahrstellenvergütung. Hinzu kamen Prüfungs- und Veröffentlichungskosten von 8.699,60 Euro sowie sonstige Aufwendungen von 12.632,09 Euro, darunter 9.183,44 Euro Depotgebühren. Die Gesamtkostenquote betrug 0,78 %.

Im Verhältnis zu den Erträgen ist das ordentliche Ergebnis mit 390.570,56 Euro deutlich höher als die Kosten, was für einen Rentenfonds grundsätzlich solide ist. Dennoch bleiben die Gebühren ein spürbarer Ertragsblock: Rund ein Drittel der Bruttoerträge wurde durch Aufwendungen aufgezehrt. Eine Beratervergütung fiel nicht an; auch Pauschalvergütungen an Dritte wurden mit 0,00 Euro ausgewiesen. Positiv aus Sicht der Anleger: Die Kostenstruktur ist nachvollziehbar und enthält keine zusätzlichen versteckten Vergütungsblöcke.

Portfolio und größte Positionen

Das Portfolio war fast vollständig in Anleihen investiert. Zum Stichtag entfielen 98,25 % des Fondsvermögens auf verzinsliche Wertpapiere, 1,07 % auf Bankguthaben und 0,91 % auf Zins- und Dividendenansprüche. Der Anleiheanteil blieb damit sehr hoch; die Liquiditätsquote war niedrig, was zu einem rententypisch engen, marktnahe ausgerichteten Profil passt.

Die Laufzeitenstruktur war breit gestreut, mit einem Schwerpunkt im mittleren bis längeren Bereich: 35,49 % der Anleihen hatten eine Restlaufzeit zwischen fünf und zehn Jahren, 25,02 % zwischen drei und fünf Jahren und 13,18 % über zehn Jahre. Das spricht für eine gewisse Zinssensitivität. Der Bericht weist zudem eine Modified Duration in einer Bandbreite von 4,4 bis 4,7 aus; damit reagiert das Portfolio merklich, aber nicht extrem, auf Zinsbewegungen.

Bei den Emittenten dominieren europäische Banken, Unternehmen und Staatsanleihen beziehungsweise staatsnahe Emittenten. Zu den größeren Positionen zählen unter anderem BNP Paribas, Credit Agricole, die Europäische Union, Frankreich, Finnland sowie weitere europäische Finanz- und Industrieemittenten. Der Fonds bleibt damit klar auf europäische Euro-Anleihen fokussiert. Klumpenrisiken ergeben sich weniger aus einzelnen sehr großen Einzelpositionen als aus dem starken Schwerpunkt auf dem Rentensegment und auf dem europäischen Kreditmarkt insgesamt.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt die klassischen Risiken eines Rentenfonds: allgemeine Marktpreisrisiken, Zinsänderungsrisiken, Adressenausfall- und Emittentenrisiken sowie Bonitätsrisiken. Aus Anlegersicht auffällig ist, dass sich der Fonds stark an der Entwicklung des europäischen Zinsniveaus orientiert. Steigende Marktzinsen können hier schnell zu Kursrückgängen führen, auch wenn die laufenden Erträge stützen. Zudem verweist der Bericht ausdrücklich auf geopolitische Spannungen und deren Einfluss auf Inflation und Kapitalmärkte.

Ein weiteres Merkmal ist die Änderung der Anlagebedingungen zum 16. April 2026 im Zuge regulatorischer Anpassungen. Zudem wurden Rücknahmebeschränkung und Verlängerung der Rücknahmefrist als Liquiditätsmanagementinstrumente festgelegt, im Berichtszeitraum aber nicht angewandt. Das ist für Anleger beruhigend, weil es keine Liquiditätsstress-Situation gab. Auffällig bleibt jedoch der negative Mittelzufluss: Der Fonds verlor per saldo Anlegergelder, obwohl er positiv rentierte.

Fazit für Anleger

Der Fonds hat im Geschäftsjahr 2025/2026 eine ordentliche, aber nicht herausragende Rendite geliefert und das schwierige Zinsumfeld insgesamt gut bewältigt. Gleichzeitig sank das Fondsvermögen leicht, und der Nettoabfluss von gut 1 Mio. Euro zeigt, dass Anleger Mittel entnahmen. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr betrug 392.531,06 Euro beziehungsweise 0,49 Euro je Anteil; der Fonds schüttet also aus und thesauriert nicht vollständig. Das Prüfungsurteil des Abschlussprüfers lautet zusammengefasst positiv: Der Jahresbericht entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorgaben und vermittelt ein zutreffendes Bild der Entwicklung des Fonds.

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