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Z&P Wachstum legt kräftig zu, bleibt aber teuer und stark von Fondsbausteinen abhängig

Der Jahresbericht zum 30. Juni 2026 für den Fonds Z&P Wachstum wurde von der Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A. mit Sitz in Munsbach als Kapitalverwaltungsgesellschaft und verwaltende Gesellschaft herausgegeben; als externer Fondsmanager ist die Fürst Fugger Privatbank Aktiengesellschaft in Augsburg genannt. Für Anleger fällt vor allem auf: Der Fonds hat im Geschäftsjahr deutlich zugelegt, arbeitet aber fast vollständig mit Zielfonds und bleibt damit ein Fonds-der-Fonds mit entsprechendem Kosten- und Auswahlrisiko.

Zum Stichtag lag das Fondsvermögen bei 45,35 Mio. Euro nach 36,58 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Der Anteilwert stieg von 10,59 Euro auf 12,30 Euro, also um 16,15 Prozent im Geschäftsjahr. Gleichzeitig flossen netto 2,76 Mio. Euro zu; die Bruttozuflüsse aus Anteilschein-Verkäufen betrugen 3,71 Mio. Euro, die Rückgaben 0,95 Mio. Euro. Aus Anlegersicht zeigt das: Der Fonds wuchs nicht nur durch Kursgewinne, sondern auch durch neue Mittel.

Vermögen und Wertentwicklung

Die Wertentwicklung wurde laut Bericht vor allem von einem sehr aktiven Aktien- und Themenmix getragen. Positiv wirkten unter anderem US-Technologie, Schwellenländer, japanische Aktien, Rohstoff- und Edelmetallpositionen sowie einzelne taktische Umschichtungen. Im Geschäftsjahr wurden 319.354,16 Euro an Erträgen vereinnahmt, darunter 254.432,05 Euro aus Investmentanteilen und 55.846,25 Euro Zinsen aus Liquiditätsanlagen. Dem standen 770.090,44 Euro an Aufwendungen gegenüber. Daraus resultierte ein ordentlicher Nettoertrag von minus 450.736,28 Euro. Das bedeutet für Anleger: Aus laufenden Erträgen trug der Fonds nicht, sondern er war auf Gewinne aus Verkäufen und auf Kursanstiege angewiesen.

Das Veräußerungsergebnis fiel mit 1,42 Mio. Euro klar positiv aus. Insgesamt wurden 2,19 Mio. Euro an realisierten Gewinnen und 0,77 Mio. Euro an realisierten Verlusten ausgewiesen. Hinzu kam ein nicht realisiertes Ergebnis von 5,08 Mio. Euro, davon 4,61 Mio. Euro aus nicht realisierten Gewinnen. Der starke Jahreserfolg stammt damit überwiegend aus Kursgewinnen im Bestand, nicht aus laufenden Ausschüttungserträgen.

Kosten

Die Kostenbasis ist aus Anlegersicht auffällig hoch. Die laufenden Kosten werden mit 2,40 Prozent angegeben. Allein die Verwaltungsvergütung belief sich auf 722.003,76 Euro, die Verwahrstellenvergütung auf 17.777,74 Euro, Prüfungs- und Veröffentlichungskosten auf 16.055,89 Euro und sonstige Aufwendungen auf 14.253,05 Euro. Zusätzlich fielen Transaktionskosten von 3.476,50 Euro an. In der Aufstellung zur Vergütung zeigt der Bericht eine Verwaltungsvergütung von 34.587,05 Euro sowie eine Fondsmanagementvergütung von 687.416,71 Euro; außerdem werden 13.455,62 Euro Depotgebühren genannt. Dem standen nur 319.354,16 Euro an Erträgen gegenüber. Die Kosten überstiegen damit die laufenden Erträge deutlich – der Fonds muss seine Gebühren also wesentlich aus Wertsteigerungen der gehaltenen Anlagen rechtfertigen.

Portfolio und größte Positionen

Das Portfolio ist klar von Investmentanteilen geprägt. Von 45,43 Mio. Euro Vermögensgegenständen entfielen 40,64 Mio. Euro beziehungsweise 89,61 Prozent auf Investmentanteile. Dazu kamen 2,16 Mio. Euro Zertifikate, 767.700 Euro Aktien und 1,85 Mio. Euro Bankguthaben. Die Liquiditätsquote lag bei rund 4,1 Prozent; Derivate waren nicht im Bestand. Damit bleibt der Fonds breit über Zielfonds investiert, hält aber nur wenig direkte Einzelwerte.

Die fünf größten Positionen zum Stichtag waren der AIS-Amundi NASDAQ-100 Swap UE mit 6,75 Prozent, der Heptagon Kopernik Global All-Cap Equity Fund mit 6,41 Prozent, der Heptagon-Driehaus US Small/Mid Cap mit 5,17 Prozent, der AGIF-Allianz Dynamic Asian High Yield Bond mit 4,41 Prozent und der Huber Portfolio mit 3,93 Prozent des Nettofondsvermögens. Weitere größere Positionen waren unter anderem der Amundi NASDAQ-100 ETF, der Goldman Sachs Emerging Markets Equity, der Xtrackers S&P 500 Equal Weight, der VanEck Defense ETF, der VanEck Gold Miners sowie verschiedene Japan-, China-, Europa- und Rohstofffonds. Aus Anlegersicht ist wichtig: Der Fonds setzt nicht auf wenige Einzeltitel, aber auf zahlreiche Zielfonds mit teils ähnlichen Themen, Regionen und Stilen – das vermindert zwar Einzelwertrisiken, schafft aber Abhängigkeiten von anderen Fondsmanagern.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt die typischen Markt-, Zins-, Währungs-, Emittenten-, Kontrahenten-, Liquiditäts- und operationellen Risiken sowie ausdrücklich die Risiken aus Zielfonds und Zertifikaten. Auffällig ist vor allem die hohe Abhängigkeit von Aktien-, Technologie-, Rohstoff- und Schwellenländersegmenten, also von Bereichen mit teils deutlichen Schwankungen. Hinzu kommt das Risiko, dass Rückgaben in Zielfonds verzögert oder zeitweise ausgesetzt werden können. Der Fonds hat im Geschäftsjahr außerdem eine Prospekt- und Anlagebedingungsänderung zum 16. April 2026 erfahren; das Portfoliomanagement war an die Fürst Fugger Privatbank Aktiengesellschaft ausgelagert. Für Anleger relevant ist auch, dass der Fonds nicht an einem Vergleichsindex gemessen wird, sodass die Einordnung der Ergebnisqualität stärker vom absoluten Verlauf abhängt.

Ausschüttung und Prüfung

Der Fonds hat im Berichtsjahr nicht ausgeschüttet; das verfügbare Ergebnis von 3,02 Mio. Euro wurde vollständig auf neue Rechnung vorgetragen. Der unabhängige Abschlussprüfer KPMG AG erteilte ein uneingeschränktes Prüfungsurteil und bescheinigte, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften des KAGB entspricht.

Fazit für Anleger

Unterm Strich war 2025/26 ein gutes Jahr für Z&P Wachstum: Das Fondsvermögen wuchs deutlich, der Anteilwert stieg kräftig und die Performance war stark. Aus Anlegersicht bleibt aber relevant, dass der Fonds fast vollständig über andere Fonds investiert, keinen ordentlichen Nettoertrag erwirtschaftet und mit 2,40 Prozent laufenden Kosten teuer ist. Wer hier investiert, kauft vor allem eine aktive, thematisch breit gestreute Dachfondssteuerung – und damit auch die Abhängigkeit von der Qualität der zugrunde liegenden Fonds und von deren Kursentwicklung.

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