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NeXtWind Windpark Beteiligung 27: Bilanzsumme explodiert auf 192 Millionen Euro – Forderungen und Konzernschulden steigen massiv
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NeXtWind Windpark Beteiligung 27: Bilanzsumme explodiert auf 192 Millionen Euro – Forderungen und Konzernschulden steigen massiv

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Bilanzsumme steigt um mehr als 186 Millionen Euro

Die NeXtWind Windpark Beteiligung 27 GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 offengelegt.

Die Veröffentlichung erfolgte am 20. Oktober 2026 im Unternehmensregister.

Das Unternehmen ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Registernummer HRA 62760 eingetragen.

Zum 31. Dezember 2025 belief sich die Bilanzsumme auf 191.971.160,70 Euro.

Im Vorjahr waren es lediglich 5.445.441,04 Euro.

Damit erhöhte sich die Bilanzsumme um 186.525.719,66 Euro.

Das entspricht einem Anstieg um rund 3.425 Prozent. Die Bilanzsumme ist damit auf mehr als das 35-Fache des Vorjahreswerts angewachsen.

Ein solches Wachstum innerhalb eines Geschäftsjahres ist bemerkenswert.

Es bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Unternehmen entsprechend höhere Umsätze erzielt oder Gewinne erwirtschaftet hat.

Die Bilanzsumme beschreibt den Umfang der bilanzierten Vermögenswerte und ihrer Finanzierung. Sie ist kein Maßstab für den Jahresumsatz.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erreichen 159 Millionen Euro

Der größte Vermögensposten befindet sich im Umlaufvermögen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum Jahresende 2025 auf 159.451.341,10 Euro.

Im Vorjahr hatte die entsprechende Bilanzposition lediglich 570.245,61 Euro betragen.

Besonders aufschlussreich ist die Erläuterung im Anhang.

Demnach bestehen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 159.451.341,10 Euro.

Ein Jahr zuvor waren es 205.969,48 Euro gewesen.

Die konzerninternen Forderungen sind damit um mehr als 159 Millionen Euro gestiegen.

Sie machen rund 83,1 Prozent der gesamten Bilanzsumme aus.

Damit hängt ein wesentlicher Teil des bilanzierten Vermögens davon ab, dass die verbundenen Unternehmen ihre Verpflichtungen erfüllen können.

Welche Gesellschaften die Forderungen schulden, welche Laufzeiten vereinbart wurden und ob Sicherheiten bestehen, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Auch die Frage, ob es sich überwiegend um Darlehen, Verrechnungskonten oder andere konzerninterne Ansprüche handelt, lässt sich anhand des veröffentlichten Abschlusses nicht abschließend beantworten.

Warum konzerninterne Forderungen besonders wichtig sind

Bei Beteiligungs- und Finanzierungsgesellschaften können hohe Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Teil einer regulären Konzernfinanzierung sein.

Beispielsweise können Mittel innerhalb einer Unternehmensgruppe zentral aufgenommen und anschließend anderen Gesellschaften zur Verfügung gestellt werden.

Dadurch entstehen Forderungen bei der einen und Verbindlichkeiten bei der anderen Gesellschaft.

Für die wirtschaftliche Bewertung ist jedoch entscheidend, ob die jeweiligen Schuldner über ausreichende Mittel verfügen, um die Forderungen zu bedienen.

Ein hoher Forderungsbestand ist nicht mit einem entsprechend hohen Bankguthaben gleichzusetzen.

Er stellt zunächst einen bilanzierten Anspruch dar.

Ob und wann daraus tatsächlich liquide Mittel werden, hängt von den zugrunde liegenden Verträgen und der Zahlungsfähigkeit der Schuldner ab.

Der Jahresabschluss enthält keine detaillierten Angaben zu den einzelnen Forderungspositionen.

Daher lässt sich aus den veröffentlichten Zahlen weder eine konkrete Wertminderung noch eine gesicherte vollständige Einbringlichkeit ableiten.

Finanzanlagen steigen auf 30,8 Millionen Euro

Neben den konzerninternen Forderungen weist die Gesellschaft Finanzanlagen in Höhe von 30.805.134,06 Euro aus.

Im Vorjahr waren in dieser Position keine Beträge ausgewiesen.

Stattdessen enthielt das Anlagevermögen Ende 2024 Sachanlagen von 3.873.070,43 Euro.

Zum Jahresende 2025 beträgt der Sachanlagenbestand dagegen null Euro.

Die Bilanzstruktur hat sich damit grundlegend verändert.

Während im Vorjahr noch Sachanlagen ausgewiesen wurden, besteht das Anlagevermögen nun vollständig aus Finanzanlagen.

Nach dem Anhang handelt es sich bei diesen um Anteile an verbundenen Unternehmen.

Sie werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wird ein niedrigerer Wert berücksichtigt.

Welche konkreten Beteiligungen gehalten werden und welche wirtschaftlichen Ergebnisse diese Gesellschaften erzielen, ist dem vorliegenden Abschluss nicht zu entnehmen.

Ebenso bleibt offen, weshalb die Sachanlagen des Vorjahres nicht mehr ausgewiesen werden.

Denkbar wären unterschiedliche gesellschaftsrechtliche oder bilanzielle Vorgänge. Eine konkrete Ursache lässt sich aus den übermittelten Unterlagen jedoch nicht nachweisen.

Eigenkapital steigt von null auf knapp 82 Millionen Euro

Auf der Passivseite zeigt sich ebenfalls eine außergewöhnliche Veränderung.

Das ausgewiesene Eigenkapital betrug Ende 2025 insgesamt 81.999.681,31 Euro.

Im Vorjahr hatte die Gesellschaft noch kein positives Eigenkapital ausgewiesen.

Stattdessen enthielt die Aktivseite einen nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteil der Kommanditisten von 1.002.125 Euro.

Dieser Posten ist im Jahresabschluss 2025 nicht mehr vorhanden.

Die Entwicklung zeigt somit eine erhebliche Verbesserung der bilanziellen Eigenkapitalposition.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2025 rund 42,7 Prozent.

Allerdings bleibt offen, welche einzelnen Vorgänge zu diesem Anstieg geführt haben.

Bei einer GmbH & Co. KG können sich Kapitalanteile beispielsweise durch Einlagen, Ergebniszuweisungen, Entnahmen oder gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen verändern.

Aus der Bilanz allein lässt sich nicht bestimmen, welcher Anteil der Veränderung auf zusätzliche Kapitaleinlagen und welcher auf andere Vorgänge entfällt.

Der ausgewiesene Bilanzgewinn beziehungsweise Bilanzverlust beträgt null Euro.

Daraus kann nicht geschlossen werden, dass das Unternehmen im Jahr 2025 keinen Gewinn oder Verlust erwirtschaftet hat.

Verbindlichkeiten steigen auf mehr als 109 Millionen Euro

Parallel zum Vermögens- und Eigenkapitalwachstum haben auch die Verbindlichkeiten massiv zugenommen.

Zum Jahresende 2025 weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten von 109.445.479,39 Euro aus.

Im Vorjahr waren es 4.644.241,04 Euro.

Der Anstieg beträgt somit 104.801.238,35 Euro.

Das entspricht einer Zunahme um rund 2.257 Prozent.

Die Verbindlichkeiten haben sich damit auf mehr als das 23-Fache des Vorjahreswerts erhöht.

Besonders wichtig ist ihre Zusammensetzung.

Der überwiegende Teil entfällt auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Diese betragen 109.431.955,59 Euro.

Daneben bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von lediglich 13.523,80 Euro.

Sonstige Verbindlichkeiten werden für das Geschäftsjahr 2025 nicht ausgewiesen.

Die Finanzierung ist damit nahezu vollständig durch konzerninterne Verbindlichkeiten geprägt.

Mehr als 88 Millionen Euro gegenüber Gesellschaftern geschuldet

Ein weiterer bemerkenswerter Posten findet sich in den ergänzenden Angaben des Anhangs.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf 88.426.893,31 Euro.

Im Vorjahr waren es lediglich 2.500 Euro.

Damit ist dieser Betrag innerhalb eines Jahres außerordentlich stark gestiegen.

Die Gesellschafterverbindlichkeiten entsprechen rund 80,8 Prozent der gesamten ausgewiesenen Verbindlichkeiten.

Die Angabe ist besonders relevant, weil Gesellschafterfinanzierungen häufig eine andere wirtschaftliche Funktion haben als klassische Bankkredite.

Sie können beispielsweise im Rahmen von Beteiligungserwerben oder konzerninternen Finanzierungsstrukturen eingesetzt werden.

Ob es sich hier um Gesellschafterdarlehen, andere Verrechnungsposten oder mehrere Arten von Verpflichtungen handelt, ist aus den Angaben nicht eindeutig ersichtlich.

Ebenso fehlen Informationen zu Verzinsung, Sicherheiten und möglichen Rangrücktrittsvereinbarungen.

Wichtig ist außerdem: Die Gesellschafterverbindlichkeiten sind nicht zusätzlich zu den 109,45 Millionen Euro Gesamtverbindlichkeiten zu addieren. Sie sind eine gesondert erläuterte Teilmenge der bestehenden Verpflichtungen.

88,4 Millionen Euro erst nach mehr als fünf Jahren fällig

Die Laufzeitstruktur der Verbindlichkeiten zeigt eine Besonderheit.

Von den gesamten Verbindlichkeiten in Höhe von 109.445.479,39 Euro entfallen 21.023.586,08 Euro auf Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Weitere 88.421.893,31 Euro haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren werden nicht ausgewiesen.

Damit sind rund 80,8 Prozent der Verpflichtungen langfristig.

Dies kann für die Finanzierungsplanung von Vorteil sein, weil der überwiegende Teil der ausgewiesenen Verbindlichkeiten nicht kurzfristig zurückgezahlt werden muss.

Gleichzeitig bestehen jedoch innerhalb eines Jahres fällige Verpflichtungen von mehr als 21 Millionen Euro.

Auch dieser Betrag ist erheblich.

Für eine fundierte Einschätzung der Liquiditätslage müsste bekannt sein, welche konzerninternen Forderungen kurzfristig eingezogen werden können und welche zusätzlichen Finanzierungszusagen bestehen.

Bankguthaben von 1,71 Millionen Euro

Zum Jahresende 2025 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 1.714.685,54 Euro.

Im Vorjahr wurde kein entsprechender positiver Betrag ausgewiesen.

Das Bankguthaben ist damit deutlich gestiegen.

Im Verhältnis zur Bilanzsumme von fast 192 Millionen Euro bleibt es allerdings vergleichsweise gering.

Die liquiden Mittel entsprechen weniger als einem Prozent des gesamten bilanzierten Vermögens.

Zudem stehen ihnen kurzfristige Verbindlichkeiten von rund 21 Millionen Euro gegenüber.

Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Liquiditätsengpass vorliegt.

Denn die Gesellschaft verfügt zugleich über umfangreiche Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Ob diese rechtzeitig zahlungswirksam werden, lässt sich aus dem Abschluss jedoch nicht erkennen.

Für die Liquiditätsbeurteilung ist deshalb nicht allein die Höhe der Forderungen entscheidend, sondern insbesondere deren Fälligkeit und tatsächliche Einbringlichkeit.

Rückstellungen sinken auf 526.000 Euro

Die Rückstellungen verringerten sich im Geschäftsjahr 2025 von 801.200 Euro auf 526.000 Euro.

Das entspricht einem Rückgang um 275.200 Euro beziehungsweise rund 34,3 Prozent.

Laut Anhang wurden Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet.

Welche konkreten Verpflichtungen sich dahinter verbergen, wird nicht näher aufgeschlüsselt.

Deshalb lässt sich nicht beurteilen, ob der Rückgang beispielsweise auf die Erfüllung früherer Verpflichtungen, geänderte Schätzungen oder andere Ursachen zurückzuführen ist.

Im Verhältnis zur stark gestiegenen Bilanzsumme fällt der Rückstellungsbestand inzwischen vergleichsweise gering aus.

Konzernzugehörigkeit zur NeXtWind Capital Ltd. in London

Die NeXtWind Windpark Beteiligung 27 GmbH & Co. KG wird nach eigenen Angaben in den Konzernabschluss der NeXtWind Capital Ltd. mit Sitz in London einbezogen.

Diese Information ist für die Einordnung des Jahresabschlusses wesentlich.

Die Einzelbilanz der Berliner Gesellschaft zeigt zwar ihre eigenen Vermögenswerte und Verpflichtungen.

Sie liefert jedoch keinen vollständigen Überblick über die wirtschaftliche Situation der gesamten Unternehmensgruppe.

Gerade bei einer Gesellschaft mit Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von mehr als 159 Millionen Euro und konzerninternen Verbindlichkeiten von rund 109 Millionen Euro ist die Konzernperspektive von besonderer Bedeutung.

Im Konzernabschluss werden konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten grundsätzlich im Rahmen der Konsolidierung eliminiert, soweit die jeweiligen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen sind.

Die hohen Einzelbilanzwerte dürfen deshalb nicht ohne Weiteres als zusätzliche Vermögenswerte oder Schulden des Gesamtkonzerns interpretiert werden.

Für die Beurteilung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit wären insbesondere der Konzernabschluss sowie Informationen über die jeweiligen Beteiligungs- und Finanzierungsgesellschaften hilfreich.

Keine eigenen Arbeitnehmer

Die NeXtWind Windpark Beteiligung 27 GmbH & Co. KG beschäftigte im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich keine Arbeitnehmer.

Als persönlich haftende Gesellschafterin fungiert die NeXtWind Komplementär GmbH.

Nach den veröffentlichten Angaben gehörten zur Geschäftsführung Prof. Dr. Werner Süss, Lars Meyer, Ewald Woste, Dr. Urban Keussen und Lisa-Sophie Kleiß.

Ewald Woste schied demnach zum 31. März 2026 aus.

Der Jahresabschluss wurde am 29. Juli 2026 unterzeichnet und am 17. September 2026 festgestellt.

Was lässt sich über die Ertragslage sagen?

Trotz des enormen Bilanzwachstums lässt sich anhand der veröffentlichten Unterlagen nicht feststellen, wie profitabel die Gesellschaft im Jahr 2025 gearbeitet hat.

Die übermittelten Unterlagen enthalten keine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung mit Angaben zu Umsätzen, Beteiligungserträgen, Zinsaufwendungen oder Jahresergebnis.

Der ausgewiesene Bilanzgewinn von null Euro ist bei einer Personengesellschaft kein ausreichender Beleg dafür, dass keine Gewinne erzielt wurden.

Ebenso wenig kann aus dem Anstieg des Eigenkapitals unmittelbar auf einen Jahresgewinn von rund 82 Millionen Euro geschlossen werden.

Die Bilanz dokumentiert die Vermögens- und Finanzierungsstruktur zum Stichtag.

Sie erklärt jedoch nicht sämtliche Geschäftsvorfälle, die während des Jahres zu den Veränderungen geführt haben.

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