Die KE Windpark Hohenseefeld GmbH & Co. KG aus Hamburg hat ihre Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2024 deutlich reduziert. Innerhalb eines Jahres sanken sie um fast 947.000 Euro. Gleichzeitig stieg das ausgewiesene Eigenkapital kräftig von rund 92.000 Euro auf knapp 570.000 Euro.
Die Bilanzsumme verringerte sich zum 31. Dezember 2024 von 3,19 Millionen auf 2,71 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 482.000 Euro beziehungsweise 15,1 Prozent.
Eigenkapital steigt um mehr als 500 Prozent
Besonders auffällig ist die Entwicklung des Eigenkapitals. Ende 2023 waren lediglich 92.196 Euro ausgewiesen. Ein Jahr später lagen die Kapitalanteile der Kommanditisten bei 569.611 Euro.
Das entspricht einem Zuwachs um rund 477.400 Euro beziehungsweise mehr als 500 Prozent. Die Eigenkapitalquote stieg damit rechnerisch von knapp drei Prozent auf rund 21 Prozent der Bilanzsumme.
Ein gesonderter Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird mit null Euro ausgewiesen. Aus den vorliegenden Angaben geht nicht hervor, wodurch der kräftige Anstieg der Kapitalanteile im Einzelnen verursacht wurde.
Verbindlichkeiten sinken um fast eine Million Euro
Parallel dazu wurden die Schulden erheblich zurückgeführt. Die Verbindlichkeiten gingen von 2,978 Millionen Euro auf 2,031 Millionen Euro zurück. Das sind rund 946.800 Euro beziehungsweise knapp 32 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die Laufzeiten haben sich allerdings deutlich verschoben. Während Ende 2023 lediglich 218.525 Euro innerhalb eines Jahres fällig waren, stieg dieser Betrag Ende 2024 auf 690.563 Euro.
Die längerfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich dagegen kräftig von 2,759 Millionen auf 1,340 Millionen Euro. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden zum Bilanzstichtag nicht.
Mehr als zwei Millionen Euro Bankkredite umfangreich besichert
Von den gesamten Verbindlichkeiten entfallen 2,010 Millionen Euro auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Im Vorjahr waren es noch 2,759 Millionen Euro.
Für diese Finanzierung bestehen umfangreiche Sicherheiten. Dazu gehören unter anderem die Abtretung der Stromeinspeisevergütung, die Sicherungsübereignung der Windenergieanlagen sowie die Abtretung von Ansprüchen aus Instandhaltungs-, Versicherungs- und weiteren für den Betrieb relevanten Verträgen.
Vorgesehen sind außerdem Kapitaldienst- und Instandhaltungsreserven sowie ein Guthaben zur Absicherung der späteren Rückbauverpflichtungen.
Besonders auffällig sind zwei im Jahresabschluss genannte Grundschulden über jeweils 2,5 Millionen Euro zugunsten der DKB AG. Die genannten Grundschuldbeträge dürfen dabei nicht mit der tatsächlichen Höhe der zum Bilanzstichtag bestehenden Bankverbindlichkeiten gleichgesetzt werden.
1,78 Millionen Euro auf Bankkonten
Auf der Aktivseite verfügt die Gesellschaft weiterhin über erhebliche liquide Mittel. Zum Jahresende lagen die Bankguthaben bei 1,783 Millionen Euro. Ende 2023 waren es 1,844 Millionen Euro.
Damit gingen die liquiden Mittel zwar um rund 60.000 Euro zurück, entsprechen aber weiterhin knapp zwei Dritteln der gesamten Bilanzsumme.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich leicht von 206.864 Euro auf 190.281 Euro. Insgesamt sank das Umlaufvermögen von 2,051 Millionen auf 1,974 Millionen Euro.
Windenergieanlagen noch mit 714.530 Euro bilanziert
Deutlich stärker ging das Anlagevermögen zurück. Das Sachanlagevermögen sank von 1,122 Millionen Euro auf 714.530 Euro – ein Rückgang um rund 407.000 Euro.
Nach Angaben im Anhang werden die Sachanlagen zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Weitere Angaben zur Ursache des Rückgangs enthält das vorliegende Material nicht.
Die Rückstellungen gingen ebenfalls zurück, wenn auch nur moderat: von 123.561 Euro auf 111.174 Euro.
Kallista Energy steht hinter der Gesellschaft
Die KE Windpark Hohenseefeld GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss des mittelbaren Mutterunternehmens Kallista Energy SAS aus Paris zum 31. Dezember 2024 einbezogen.
Der Jahresabschluss wurde am 21. Februar 2025 unterzeichnet und am 11. Juni 2025 festgestellt. Die Veröffentlichung erfolgte am 13. Februar 2026.
Die Bilanz zeigt damit eine deutliche Veränderung der Finanzierungsstruktur: Die Verbindlichkeiten wurden um fast 947.000 Euro reduziert, während das Eigenkapital um rund 477.000 Euro auf 570.000 Euro anstieg. Gleichzeitig verfügte die Gesellschaft Ende 2024 über Bankguthaben von knapp 1,8 Millionen Euro. Auffällig ist allerdings, dass die innerhalb eines Jahres fälligen Verbindlichkeiten von rund 219.000 auf rund 691.000 Euro gestiegen sind.
Wie hoch Umsatz, Stromproduktion und Jahresergebnis des Windparks im Geschäftsjahr 2024 waren, geht aus den vorliegenden Bilanz- und Anhangangaben nicht hervor.