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Windpark Altertheim: Bankverbindlichkeiten sinken deutlich – doch auch das Eigenkapital geht zurück

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die Green City Energy Windpark Altertheim GmbH & Co. KG hat ihren Jahresabschluss für 2025 vorgelegt. Die Bilanz zeigt einen deutlichen Abbau der Bankverbindlichkeiten. Gleichzeitig ist allerdings auch das Eigenkapital zurückgegangen.

Zum Jahresende 2025 weist die Gesellschaft eine Bilanzsumme von rund 6,42 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor waren es noch rund 7,47 Millionen Euro. Damit ist die Bilanzsumme innerhalb eines Jahres um gut 14 Prozent geschrumpft.

Hinter dieser Entwicklung steht insbesondere die fortschreitende Abschreibung des Windparks sowie der Abbau der Finanzierung.

Bankverbindlichkeiten um rund 750.000 Euro reduziert

Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei den Bankschulden aus.

Ende 2024 bestanden gegenüber Kreditinstituten noch Verbindlichkeiten von rund 4,50 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2025 waren es nur noch rund 3,75 Millionen Euro.

Innerhalb eines Jahres wurden die Bankverbindlichkeiten damit um rund 749.000 Euro beziehungsweise knapp 17 Prozent reduziert.

Der Jahresabschluss zeigt zudem eine interessante Veränderung der Laufzeiten.

Von den Bankverbindlichkeiten sind rund 749.000 Euro innerhalb eines Jahres fällig. Knapp 3 Millionen Euro haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren werden für Ende 2025 nicht mehr ausgewiesen. Im Vorjahr lagen in dieser Kategorie noch rund 749.000 Euro.

Das deutet auf eine fortgeschrittene Phase der ursprünglichen Projektfinanzierung hin.

Windpark selbst dient als Sicherheit

Die verbleibenden Bankverbindlichkeiten sind umfassend besichert.

Nach Angaben im Anhang sind die 3,747 Millionen Euro Bankverbindlichkeiten durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte abgesichert.

Als Sicherheiten dienen vorrangig die Sicherungsübereignung des von der Gesellschaft gehaltenen Windparks sowie die Sicherungsabtretung von Ansprüchen aus der Stromlieferung.

Damit greifen die Sicherheiten unmittelbar auf die wesentlichen wirtschaftlichen Grundlagen des Windparkprojekts zu.

Das ist bei Projektfinanzierungen grundsätzlich nachvollziehbar, zeigt aber gleichzeitig, welche Bedeutung die verbleibenden Bankverbindlichkeiten für die Vermögensstruktur der Gesellschaft besitzen.

Eigenkapital fällt um rund 322.000 Euro

Während die Bankschulden zurückgehen, entwickelt sich auch das Eigenkapital rückläufig.

Ende 2024 standen noch rund 2,53 Millionen Euro Eigenkapital in der Bilanz. Ein Jahr später waren es rund 2,21 Millionen Euro.

Das entspricht einem Rückgang von knapp 322.000 Euro beziehungsweise rund 12,7 Prozent.

Bemerkenswert ist außerdem, dass die Bilanz für 2025 ebenso wie für 2024 weder einen Bilanzgewinn noch einen Bilanzverlust ausweist. Die entsprechenden Werte stehen jeweils bei null Euro.

Aus der vorliegenden Bilanz allein lässt sich allerdings nicht ableiten, wodurch der Rückgang der Kapitalanteile konkret verursacht wurde. Insbesondere sollte daraus nicht automatisch auf einen operativen Verlust geschlossen werden.

Eigenkapitalquote bleibt bei rund einem Drittel

Trotz des Rückgangs des absoluten Eigenkapitals hat sich die Eigenkapitalquote rechnerisch leicht verbessert.

Bei einer Bilanzsumme von rund 6,42 Millionen Euro und einem Eigenkapital von rund 2,21 Millionen Euro ergibt sich zum Jahresende 2025 eine Eigenkapitalquote von ungefähr 34,4 Prozent.

Ende 2024 lag sie bei rund 33,9 Prozent.

Die Verbesserung entsteht vor allem dadurch, dass die gesamte Bilanzsumme stärker zurückgegangen ist als das Eigenkapital.

Das Unternehmen finanziert weiterhin einen erheblichen Teil seines Vermögens über Fremdkapital. Die gesamten Verbindlichkeiten beliefen sich Ende 2025 auf rund 3,77 Millionen Euro. Hinzu kamen Rückstellungen von etwa 442.500 Euro.

Windpark verliert bilanziell fast 908.000 Euro an Wert

Auf der Aktivseite fällt insbesondere die Entwicklung des Sachanlagevermögens auf.

Dieses sank von rund 5,73 Millionen Euro auf 4,82 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 908.000 Euro beziehungsweise knapp 16 Prozent.

Die Gesellschaft bewertet ihr Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Diese Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer.

Der Rückgang des Sachanlagevermögens ist daher grundsätzlich mit der fortschreitenden bilanziellen Abschreibung vereinbar. Aus den vorliegenden Angaben allein lässt sich allerdings nicht bestimmen, welcher Anteil der Veränderung ausschließlich auf Abschreibungen und welcher gegebenenfalls auf andere Anlagenbewegungen zurückzuführen ist.

Knapp 916.000 Euro Bankguthaben

Bei der Liquidität zeigt die Bilanz ebenfalls einen Rückgang.

Die Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen unter dieser Bilanzposition erfassten Zahlungsmittel beliefen sich Ende 2025 auf rund 915.757 Euro. Ende 2024 waren es noch gut 1,006 Millionen Euro.

Damit reduzierte sich diese Position um rund 90.000 Euro.

Zusätzlich bestanden Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von rund 312.000 Euro. Das gesamte Umlaufvermögen lag bei rund 1,23 Millionen Euro.

Den kurzfristigen Verbindlichkeiten von rund 771.000 Euro steht damit bilanziell ein höheres Umlaufvermögen gegenüber.
Das allein ist allerdings noch keine vollständige Liquiditätsanalyse. Dafür wären unter anderem Zahlungsströme und Fälligkeiten genauer zu untersuchen.

Zinsswaps laufen noch bis Ende 2030

Interessant ist auch die Zinsabsicherung.

Zum 31. Dezember 2025 bestanden nach Angaben des Unternehmens vier Sicherungsbeziehungen. Als Sicherungsinstrument werden Zinsswaps genannt. Der ursprüngliche Betrag des Grundgeschäfts und der Sicherungsinstrumente lag jeweils bei 10,117 Millionen Euro.

Zum Bilanzstichtag belief sich der Gesamtnominalbetrag noch auf rund 3,747 Millionen Euro.

Der beizulegende Wert der Zinsswaps wird mit lediglich 3.000 Euro angegeben. Die Vereinbarungen laufen bis zum 30. Dezember 2030.

Die Größenordnung entspricht damit ungefähr den noch bestehenden Bankverbindlichkeiten.

Beteiligung an weiterem Windpark-Unternehmen

Neben dem eigenen Sachanlagevermögen weist die Gesellschaft Finanzanlagen von rund 306.000 Euro aus. Dieser Wert blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Im Anhang wird zudem angegeben, dass die Gesellschaft 14,4 Prozent an der ABO Wind UW Uettingen GmbH & Co. KG hält. Die genannte Kommanditeinlage beträgt 720 Euro.

Aus dem vorliegenden Jahresabschluss lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres ableiten, wie sich die gesamten Finanzanlagen von 306.148 Euro im Detail zusammensetzen beziehungsweise welcher bilanzielle Anteil konkret auf diese Beteiligung entfällt.

Keine eigenen Arbeitnehmer

Der Windpark kommt weiterhin ohne eigene Beschäftigte aus.

Nach Angaben im Anhang wurden während des gesamten Geschäftsjahres keine Arbeitnehmer beschäftigt.

Bei einer Projektgesellschaft ist das nicht zwangsläufig ungewöhnlich. Betriebsführung, technische Dienstleistungen und weitere Aufgaben können grundsätzlich auch durch externe Unternehmen erbracht werden.

Welche konkreten externen Strukturen hier bestehen und welche Kosten dadurch entstehen, lässt sich aus den vorliegenden Angaben jedoch nicht beurteilen.

Entscheidende Gewinnzahlen fehlen in der vorliegenden Veröffentlichung

Für eine umfassende wirtschaftliche Bewertung fehlt allerdings ein entscheidender Teil: In dem vorliegenden Dokument ist keine Gewinn- und Verlustrechnung mit Umsatz, Abschreibungen, Zinsaufwand und Jahresergebnis enthalten.

Die Bilanz zeigt daher zwar deutlich, wie sich Vermögen, Eigenkapital und Schulden verändert haben. Sie beantwortet aber nicht die Frage, wie profitabel der Windpark 2025 tatsächlich gearbeitet hat.

Gerade angesichts des Rückgangs der Kapitalanteile wäre das Jahresergebnis interessant.

Ohne entsprechende Angaben wäre es jedoch spekulativ, aus der Bilanzentwicklung einen Gewinn oder Verlust abzuleiten.

Fazit: Schuldenabbau schreitet voran – Eigenkapitalentwicklung beobachten

Der Jahresabschluss 2025 der Green City Energy Windpark Altertheim GmbH & Co. KG zeigt vor allem eine fortschreitende Rückführung der Projektfinanzierung.

Die Bankverbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres von rund 4,50 Millionen auf 3,75 Millionen Euro gefallen. Gleichzeitig schrumpfte das Sachanlagevermögen von rund 5,73 Millionen auf 4,82 Millionen Euro.
Auf der anderen Seite ging das Eigenkapital von 2,53 Millionen auf 2,21 Millionen Euro zurück. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich rechnerisch dennoch leicht auf rund 34,4 Prozent, weil die Bilanzsumme noch stärker sank.

Besonders positiv fällt der deutliche Abbau der Bankverbindlichkeiten auf. Für eine abschließende Bewertung der wirtschaftlichen Entwicklung reicht die vorliegende Bilanz jedoch nicht aus.

Dafür wäre vor allem entscheidend zu wissen, welchen Umsatz der Windpark 2025 erzielt hat, wie hoch das Jahresergebnis ausfiel und weshalb sich die Kapitalanteile der Kommanditisten um rund 322.000 Euro verringerten.

Die Bilanz zeigt damit einen Windpark, dessen Bankfinanzierung Schritt für Schritt zurückgeführt wird – gleichzeitig aber auch eine Gesellschaft, deren Eigenkapital in absoluten Zahlen 2025 deutlich gesunken ist.

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