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pro tecto Energie GmbH: Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen

Das Amtsgericht Augsburg – Insolvenzgericht – hat den Eigenantrag der pro tecto Energie GmbH mit Sitz in Augsburg auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens abgewiesen. Die amtliche Bekanntmachung wurde am 22.09.2026 veröffentlicht. Das Verfahren läuft unter dem Aktenzeichen IN 732/26. In der Bekanntmachung wird als Anschrift Unterfeldstraße 5, 86199 Augsburg, und als Registereintrag Amtsgericht Augsburg, HRB 28797, genannt.

Was über das Unternehmen belegt ist

Nach öffentlich zugänglichen Register- und Unternehmensdaten wurde die pro tecto Energie GmbH im Juni 2014 eingetragen. Als Unternehmensgegenstand ist in den recherchierten Handelsregisterangaben der „Vertrieb von Energieanlagen“ genannt. Diese Angabe findet sich unter anderem bei CompanyHouse und in einer wiedergegebenen Handelsregisterbekanntmachung bei Peoplecheck. OpenRegister führt die Gesellschaft ebenfalls unter HRB 28797 mit der Adresse Unterfeldstraße 5 in Augsburg und nennt veröffentlichte Unternehmensunterlagen.

CompanyHouse ordnet die Firma dem Bereich Energieversorgung zu und nennt als Tätigkeit ebenfalls den Vertrieb von Energieanlagen. Darüber hinaus werden dort Branchenkennzeichen wie Stromerzeugung, Stromverteilung und Gaserzeugung aufgeführt. Solche Branchenangaben sind jedoch Einordnungen in Datenbanken; sie belegen nicht automatisch, dass die Gesellschaft tatsächlich eigene Kraftwerke, Netze oder konkrete Projekte betrieben hat. Eine belastbare eigene Firmenwebsite mit aktuellen Leistungsbeschreibungen ließ sich in der Recherche nicht sicher verifizieren.

Was „Abweisung mangels Masse“ bedeutet

Eine Abweisung mangels Masse bedeutet: Das Gericht eröffnet kein reguläres Insolvenzverfahren, weil nach seiner Einschätzung nicht genug Vermögen vorhanden ist, um die Kosten des Verfahrens zu decken. Grundlage ist § 26 Insolvenzordnung. Vereinfacht gesagt: Es reicht voraussichtlich nicht einmal für Gerichtskosten und die Kosten einer Insolvenzverwaltung.

Wichtig für Laien: Damit gibt es in der Regel kein eröffnetes Insolvenzverfahren, keine Insolvenztabelle und keine normale Forderungsanmeldung wie bei einer eröffneten Unternehmensinsolvenz. Aus der vorliegenden Bekanntmachung ergibt sich auch keine Bestellung eines Insolvenzverwalters. Gläubiger erhalten daher nicht automatisch eine zentrale Stelle, bei der sie ihre Forderungen anmelden können.

Für eine GmbH kann die rechtskräftige Ablehnung der Insolvenzeröffnung mangels Masse zudem gesellschaftsrechtliche Folgen haben. Nach § 60 GmbHG ist dies ein Auflösungsgrund, sobald der Beschluss rechtskräftig ist. Das heißt nicht, dass alle Schulden verschwinden. Es bedeutet aber, dass die Gesellschaft regelmäßig nicht mehr normal fortgeführt wird, sondern abgewickelt oder später aus dem Register gelöscht werden kann.

Folgen für Kunden, Anleger und Gläubiger

Kunden sollten prüfen, ob noch offene Lieferungen, Anzahlungen, Wartungsverträge oder Gewährleistungsansprüche bestehen. Wer bereits gezahlt hat, aber keine Leistung erhalten hat, bleibt grundsätzlich Gläubiger. Die praktische Durchsetzung kann aber schwierig sein, wenn tatsächlich kein verwertbares Vermögen vorhanden ist.

Anleger oder Darlehensgeber sollten ihre Unterlagen sichern und prüfen, gegen wen sich mögliche Ansprüche richten. Die Bekanntmachung allein ist kein Hinweis auf Betrug oder persönliches Fehlverhalten. Sie sagt nur aus, dass das Insolvenzgericht den Eröffnungsantrag mangels Masse abgewiesen hat.

Was Betroffene jetzt tun können

Betroffene sollten Verträge, Rechnungen, Zahlungsnachweise und Schriftverkehr sichern, offene Forderungen genau beziffern und Fristen prüfen. Wer größere Beträge offen hat, sollte rechtlichen Rat einholen. Bei Kartenzahlung, Lastschrift oder Finanzierung kann außerdem zu prüfen sein, ob Rückbuchung, Chargeback oder Einwendungen gegen weitere Zahlungen möglich sind. Beteiligte können nach der Belehrung des Gerichts binnen zwei Wochen sofortige Beschwerde gegen den Beschluss einlegen; eine einfache E-Mail genügt dafür nicht.

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