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Waffenarsenal im Wald bei Speyer entdeckt – AK-47, Maschinenpistole und Tausende Schuss Munition sichergestellt
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Waffenarsenal im Wald bei Speyer entdeckt – AK-47, Maschinenpistole und Tausende Schuss Munition sichergestellt

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Ein außergewöhnlicher Fund beschäftigt die Kriminalpolizei in Rheinland-Pfalz: In einem Waldgebiet bei Speyer hat ein Spaziergänger ein umfangreiches Waffenarsenal entdeckt. Neben mehreren unterschiedlichen Schusswaffen wurden mehrere Tausend Schuss Munition gefunden.

Woher die Waffen stammen, wem sie gehörten und warum sie in dem Wald abgelegt wurden, ist bislang vollkommen unklar.

Nach den bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass jemand das Arsenal dort möglicherweise entsorgen wollte.

Spaziergänger entdeckt Waffen auf Parkplatz

Der Fund wurde am Montag gegen 10.15 Uhr auf einem Parkplatz in einem Waldstück an der Landstraße 528 bei Speyer gemacht.

Ein Mann bemerkte die Waffen und verständigte umgehend die Polizei.

Die alarmierten Einsatzkräfte sicherten daraufhin eine größere Anzahl verschiedener Schusswaffen. Nach den vorliegenden Angaben befanden sich darunter eine AK-47, mehrere Jagdgewehre, Schrotflinten, eine Maschinenpistole sowie eine Signalpistole.

Hinzu kamen mehrere Tausend Schuss Munition für unterschiedliche Waffentypen. Darunter befand sich Munition für Pistolen, Gewehre und Schrotflinten.

Nach Medieninformationen soll die aufgefundene Munition unbenutzt gewesen sein.

Wem gehörten die Waffen?

Genau diese Frage steht nun im Mittelpunkt der Ermittlungen.

Die sichergestellten Waffen werden kriminaltechnisch untersucht. Dabei suchen die Ermittler unter anderem nach Fingerabdrücken und weiteren verwertbaren Spuren.

Außerdem soll festgestellt werden, wann und wo die einzelnen Waffen hergestellt wurden. Seriennummern, Beschusszeichen, Herstellerangaben und andere Herkunftsmerkmale könnten Hinweise darauf liefern, über welche Wege die Waffen nach Deutschland beziehungsweise in das Waldstück gelangten.

Ob einzelne Waffen möglicherweise als gestohlen gemeldet wurden oder bereits im Zusammenhang mit Straftaten stehen, ist nach den bislang veröffentlichten Informationen nicht bekannt.

Warum wurde ein derartiges Arsenal im Wald abgelegt?

Auch das Motiv hinter dem Fund gibt Rätsel auf.

Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass jemand die Waffen möglicherweise in dem Waldstück loswerden wollte. Warum dies gerade auf beziehungsweise in der Nähe eines Parkplatzes an der L 528 geschah, ist jedoch ungeklärt.

Ebenso ist derzeit nicht bekannt, wie lange sich die Waffen dort befanden.

Die Ermittler müssen nun klären, ob das gesamte Arsenal von einer einzigen Person stammt oder ob möglicherweise mehrere Personen damit in Verbindung stehen.

Auch über einen möglichen kriminellen, extremistischen oder terroristischen Hintergrund gibt es bislang keine belastbaren Erkenntnisse. Entsprechende Spekulationen wären zum jetzigen Zeitpunkt nicht gerechtfertigt.

Tausende Schuss Munition erhöhen Brisanz des Fundes

Besondere Bedeutung erhält der Fall durch die Kombination aus verschiedenen Schusswaffen und der großen Menge an Munition.

Eine AK-47 beziehungsweise eine Waffe dieses Typs und eine Maschinenpistole unterscheiden sich rechtlich und kriminalistisch erheblich von gewöhnlichen Jagd- oder Sportwaffen. Entscheidend wird deshalb auch sein, um welche konkreten Modelle es sich handelt, ob sie funktionsfähig sind und wie sie waffenrechtlich einzuordnen sind.

Diese Untersuchungen können zugleich Hinweise auf Alter und Herkunft des gesamten Bestandes liefern.

Dass unterschiedliche Waffenarten gemeinsam mit Tausenden Schuss Munition an einem Ort gefunden wurden, macht eine genaue Rekonstruktion ihrer Herkunft besonders wichtig.

Polizei bittet Bevölkerung um Hinweise

Die Kriminalpolizei sucht nun nach Zeugen.

Von besonderem Interesse sind Personen, die rund um den Parkplatz an der L 528 bei Speyer verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Das könnte beispielsweise ein Fahrzeug sein, das dort ungewöhnlich lange stand, oder Personen, die Gegenstände ausgeladen beziehungsweise in das Waldstück getragen haben.

Auch Beobachtungen aus den Tagen vor dem Fund könnten für die Ermittlungen von Bedeutung sein.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ludwigshafen unter der Telefonnummer 0621/963-23312 entgegen.

Viele entscheidende Fragen sind noch offen

Mit der Sicherstellung des Waffenarsenals beginnt die eigentliche Ermittlungsarbeit erst.

Die Kriminaltechniker müssen nun versuchen, die Herkunft jeder einzelnen Waffe und der Munition nachzuvollziehen. Gleichzeitig gilt es festzustellen, wer zuletzt Zugriff darauf hatte.

Entscheidend dürfte auch die Frage sein, ob sich anhand der Waffen ein Zusammenhang mit bereits bekannten Straftaten herstellen lässt.

Bislang gibt es jedoch weder einen öffentlich bekannten Tatverdächtigen noch eine gesicherte Erklärung für das Arsenal.

Der Fund bleibt damit vorerst rätselhaft: Mehrere Schusswaffen, darunter eine AK-47 und eine Maschinenpistole, sowie Tausende Schuss Munition lagen in einem Waldstück bei Speyer – und bislang weiß niemand, wem sie gehörten und warum sie dort zurückgelassen wurden.

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