Die Windpark Kooperation Nr. 14 Beteiligungs GmbH aus Bremen hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Die Zahlen zeigen eine Gesellschaft, deren Bilanzsumme sich gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 2024 nahezu verdoppelt hat. Gleichzeitig weist das Unternehmen erneut einen Jahresfehlbetrag aus.
Zum 31. Dezember 2025 belief sich die Bilanzsumme auf 22.395,92 Euro. Ende 2024 waren es noch 11.781,27 Euro gewesen. Allerdings weist das Unternehmen ausdrücklich darauf hin, dass ein unmittelbarer Vergleich nur eingeschränkt möglich ist: Das Vorjahr umfasste lediglich das Rumpfgeschäftsjahr vom 22. Oktober bis 31. Dezember 2024.
Finanzanlagen steigen auf 13.000 Euro
Eine wesentliche Veränderung zeigt sich auf der Aktivseite der Bilanz. Während Ende 2024 noch kein entsprechendes Anlagevermögen ausgewiesen wurde, standen zum Jahresende 2025 Finanzanlagen in Höhe von 13.000 Euro in den Büchern.
Nach Angaben im Anhang handelt es sich bei den Finanzanlagen um Anteile an verbundenen Unternehmen, die grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet werden. Soweit erforderlich, soll ein niedrigerer beizulegender Wert berücksichtigt werden.
Parallel dazu gingen die liquiden Mittel zurück. Der Kassenbestand beziehungsweise die Guthaben bei Kreditinstituten lagen zum Jahresende bei 9.395,92 Euro. Ein Jahr zuvor waren es 11.781,27 Euro gewesen.
Damit setzt sich das Vermögen der Gesellschaft zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus den Finanzanlagen und vorhandener Liquidität zusammen.
Eigenkapital deutlich gestiegen
Auf der Passivseite erhöhte sich das ausgewiesene Eigenkapital von 10.206,82 Euro auf 18.782,62 Euro.
Das gezeichnete Kapital beträgt 25.000 Euro. Während Ende 2024 allerdings noch 12.500 Euro als nicht eingeforderte ausstehende Einlagen ausgewiesen wurden, war zum Jahresende 2025 das gesamte Kapital eingefordert.
Dieser Effekt trägt wesentlich dazu bei, dass das Eigenkapital trotz des ausgewiesenen Verlusts gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.
Jahresfehlbetrag wächst auf 3.924 Euro
Operativ schreibt die Beteiligungsgesellschaft weiterhin rote Zahlen. Für 2025 wird ein Jahresfehlbetrag von 3.924,20 Euro ausgewiesen.
Hinzu kommt ein Verlustvortrag von 2.293,18 Euro. Im Rumpfgeschäftsjahr 2024 hatte der Jahresfehlbetrag ebenfalls 2.293,18 Euro betragen.
Auch hier muss beim Vergleich berücksichtigt werden, dass 2024 lediglich etwas mehr als zwei Monate umfasste, während sich der Abschluss 2025 auf ein vollständiges Geschäftsjahr bezieht.
Keine Verbindlichkeiten mehr ausgewiesen
Auffällig ist außerdem die Entwicklung der Verbindlichkeiten. Zum Jahresende 2025 weist die Bilanz keine Verbindlichkeiten mehr aus. Ende 2024 waren es noch 200 Euro.
Die Rückstellungen haben sich dagegen erhöht. Sie stiegen von 1.374,45 Euro auf 3.613,30 Euro. Nach Angaben des Unternehmens berücksichtigen die sonstigen Rückstellungen erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung.
Kleine Kapitalgesellschaft innerhalb der wpd-Gruppe
Die Windpark Kooperation Nr. 14 Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Bremen und ist beim Amtsgericht Bremen unter HRB 40944 HB eingetragen. Nach den Größenkriterien des Handelsgesetzbuches wird sie als kleine Kapitalgesellschaft eingestuft.
Zugleich gehört die Gesellschaft zum Konzern der wpd GmbH mit Sitz in Bremen. Sie wird nach eigenen Angaben in deren Konzernabschluss einbezogen.
Als Geschäftsführer werden Dr. Gernot Blanke und Björn Nullmeyer genannt. Beide werden im Jahresabschluss mit dem ausgeübten Beruf „Kaufmann“ aufgeführt.
Jahresabschluss bereits im März festgestellt
Unterzeichnet wurde der Jahresabschluss in Bremen am 13. Januar 2026. Die Feststellung erfolgte anschließend am 27. März 2026. Veröffentlicht wurden die Angaben am 9. September 2026.
Die Bilanz zeichnet damit das Bild einer noch vergleichsweise kleinen Beteiligungsgesellschaft: Das Anlagevermögen wurde 2025 auf 13.000 Euro ausgebaut und das Eigenkapital erhöhte sich deutlich. Gleichzeitig schloss das Unternehmen das Geschäftsjahr mit einem Verlust von knapp 4.000 Euro ab.
Für die Einordnung der Entwicklung ist allerdings entscheidend, dass die Vergleichszahlen von 2024 lediglich aus einem kurzen Rumpfgeschäftsjahr stammen. Die Zahlen lassen deshalb zwar Veränderungen in der Bilanzstruktur erkennen, erlauben aber noch keinen aussagekräftigen langfristigen Trend.