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MEDPARK BREMEN GmbH unter vorläufiger Insolvenzverwaltung

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die MEDPARK BREMEN GmbH mit Sitz in der Bremerhavener Heerstraße 26, 28717 Bremen, befindet sich in einem Insolvenzeröffnungsverfahren. Das Amtsgericht Bremen ordnete am 10. September 2026 um 8.40 Uhr die vorläufige Verwaltung des Gesellschaftsvermögens an. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 514 IN 32/26 geführt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Dr. Moritz Sponagel aus Bremen. Verfügungen der Gesellschaft sind seit der gerichtlichen Anordnung nur noch mit seiner Zustimmung wirksam. Schuldner des Unternehmens dürfen Zahlungen ebenfalls nur unter Beachtung des Beschlusses leisten.

Die Anordnung bedeutet noch nicht, dass das Insolvenzverfahren bereits eröffnet ist oder der Geschäftsbetrieb zwangsläufig eingestellt wird. Im Eröffnungsverfahren wird insbesondere geprüft, ob ein Insolvenzgrund vorliegt, genügend Vermögen zur Deckung der Verfahrenskosten vorhanden ist und welche wirtschaftlichen Perspektiven für das Unternehmen bestehen.

Medizinisch betreutes Training statt klassischem Fitnessstudio

Die 2018 gegründete und beim Amtsgericht Bremen unter HRB 33259 eingetragene MEDPARK BREMEN GmbH wird von Geschäftsführer Timo Boelkes vertreten. Der handelsregisterliche Unternehmensgegenstand umfasst Dienstleistungen in der Gesundheits- und Fitnessbranche.

Tatsächlich betreibt die Gesellschaft in Bremen-Lesum eine Einrichtung für medizinisch ausgerichtetes Fitness- und Gesundheitstraining. Der MEDPARK wurde nach eigenen Angaben am 1. Oktober 2018 eröffnet. Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die ihren Bewegungsapparat stärken, Beschwerden verringern oder unter fachlicher Betreuung ihre körperliche Leistungsfähigkeit verbessern möchten.

Das Konzept unterscheidet sich nach Darstellung des Unternehmens von dem eines gewöhnlichen Fitnessstudios. Im Mittelpunkt stehen eine fortlaufende Trainingsbetreuung sowie regelmäßige Kontrollen des Leistungs- und Gesundheitszustands nach medizinischen, physiotherapeutischen und sportwissenschaftlichen Gesichtspunkten. Zu Beginn sollen Befund- und Diagnostikverfahren den jeweiligen Trainingszustand bestimmen. Auf dieser Grundlage werden individuelle Trainingsprogramme erstellt und in regelmäßigen Abständen angepasst.

Zur Ausstattung gehören eine Trainingsfläche, ein Milon-Gerätezirkel, ein Dehnzirkel, Cardiogeräte, ein Kursraum und ein Bewegungsbad. Das Leistungsangebot umfasst außerdem Personal Training sowie verschiedene Gesundheits- und Bewegungskurse.

Zum Kursprogramm zählen unter anderem Faszientraining, Aquatraining und Babyschwimmen. Angeboten wurde außerdem ärztlich verordneter Rehabilitationssport im Kursraum und im Wasser. Als Leistungserbringer für den Rehasport wird auf der Unternehmensseite der VBR Bremen-Nord e. V. genannt. Im Bereich Physiotherapie arbeitet der MEDPARK nach eigenen Angaben mit dem Zentrum Physio HB-Nord zusammen. Die Physiotherapie ist damit als Kooperationsangebot ausgewiesen und nicht ohne Weiteres der eigenen Geschäftstätigkeit der insolvenzbetroffenen Gesellschaft zuzurechnen.

Ob und in welchem Umfang Training, Kurse und weitere Angebote während des Eröffnungsverfahrens fortgeführt werden, geht aus dem veröffentlichten Gerichtsbeschluss nicht hervor. Auch zu den Ursachen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten und zur Zahl der betroffenen Beschäftigten enthält die Bekanntmachung keine Angaben.

Das Amtsgericht Bremen hat bislang lediglich Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Der vorläufige Insolvenzverwalter soll das vorhandene Vermögen schützen und die wirtschaftliche Lage untersuchen. Erst nach Abschluss dieser Prüfung entscheidet das Gericht darüber, ob das Insolvenzverfahren über das Vermögen der MEDPARK BREMEN GmbH eröffnet wird.

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