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Bus-Streik in Schleswig-Holstein: Fahrgäste müssen weiter mit Ausfällen rechnen

wewahn (CC0), Pixabay

Fahrgäste in mehreren Städten und Regionen Schleswig-Holsteins müssen sich auch heute auf Ausfälle und Einschränkungen im Busverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi setzt ihren zweitägigen Warnstreik fort und erhöht damit den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen.

Betroffen sind die öffentlichen Busunternehmen in Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster sowie die Verkehrsbetriebe im Kreis Plön.

Zweiter Streiktag trifft Pendler und Schüler

Der Arbeitskampf läuft bereits seit gestern. Auch am zweiten Tag können reguläre Busverbindungen ausfallen oder nur eingeschränkt angeboten werden.

Besonders für Berufspendler, Schüler und Menschen ohne eigenes Auto können die Einschränkungen erhebliche Auswirkungen haben. Fahrgäste sollten deshalb vor Fahrtbeginn prüfen, ob ihre geplante Verbindung tatsächlich angeboten wird, und gegebenenfalls zusätzliche Zeit einplanen.

Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Lohn

Hinter dem Warnstreik stehen gleich zwei Tarifauseinandersetzungen. Verdi will sowohl in den Verhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr in Schleswig-Holstein als auch in der bundesweiten Eisenbahntarifrunde den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent.

Die Arbeitgeber bieten nach den vorliegenden Angaben dagegen eine stufenweise Erhöhung um insgesamt 4,4 Prozent an.

Damit liegen die Vorstellungen beider Seiten weiterhin auseinander.

Warum gerade jetzt gestreikt wird

Warnstreiks sind ein Mittel, mit dem Gewerkschaften während laufender Tarifverhandlungen ihre Forderungen unterstreichen. Mit den Arbeitsniederlegungen soll demonstriert werden, welche Bedeutung die Beschäftigten für den täglichen Betrieb des öffentlichen Verkehrs haben.

Für die Fahrgäste bedeutet der Tarifkonflikt allerdings unmittelbar Einschränkungen: Wenn Fahrerinnen und Fahrer ihre Arbeit niederlegen, können zahlreiche Buslinien nicht regulär bedient werden.

Noch keine Einigung in Sicht

Ob der zweitägige Warnstreik Bewegung in die Verhandlungen bringt, bleibt abzuwarten. Entscheidend wird sein, ob sich Gewerkschaft und Arbeitgeber bei der Höhe und Ausgestaltung der Lohnerhöhungen annähern.

Für die Fahrgäste steht zunächst der zweite Streiktag im Mittelpunkt. Wer heute in den betroffenen Regionen mit dem Bus unterwegs sein möchte, sollte sich vor der Abfahrt über seine konkrete Verbindung informieren.

Der Tarifkonflikt zeigt zugleich, dass weitere Arbeitskampfmaßnahmen nicht ausgeschlossen sind, solange keine Einigung erzielt wurde. Ob und wann erneut gestreikt wird, geht aus der vorliegenden Meldung allerdings nicht hervor.

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