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BaFin warnt vor „Operation Hope AI“ und Vexorylax: Anleger über WhatsApp-Gruppen angesprochen
Warnungen der IOSCO

BaFin warnt vor „Operation Hope AI“ und Vexorylax: Anleger über WhatsApp-Gruppen angesprochen

Leovinus (CC0), Pixabay

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor Angeboten rund um das vermeintliche Projekt „Operation Hope AI“ und die Krypto-Handelsplattform „Vexorylax“. Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht werden Anlegerinnen und Anleger in Deutschland derzeit über WhatsApp-Gruppen und private Chats angesprochen. Dabei besteht nach Angaben der Behörde auch der Verdacht auf Identitätsmissbrauch.

Im Mittelpunkt der Masche steht unter anderem eine Person, die unter dem Namen „Professor Martin Eichenfels“ auftritt. Sie soll ein Projekt mit der Bezeichnung „Operation Hope AI“ bewerben. Die Verantwortlichen der entsprechenden WhatsApp-Gruppen behaupten zudem, mit den Betreibern der Krypto-Handelsplattform Vexorylax strategisch zusammenzuarbeiten.

Anleger sollen angeblichen Token „OHAI“ kaufen

In den Gruppen werden Interessierte nach Angaben der BaFin dazu aufgefordert, einen Krypto-Token mit der Bezeichnung „OHAI“ zu erwerben. Die Finanzaufsicht bezeichnet diesen Token als fingiert.

Weder die unbekannten Initiatoren der WhatsApp-Gruppen noch die Betreiber von Vexorylax werden laut BaFin von der deutschen Finanzaufsicht beaufsichtigt. Nach Angaben der Behörde werden Kryptowerte-Dienstleistungen ohne die dafür erforderliche Erlaubnis angeboten.

Die Kommunikation über WhatsApp spielt dabei offenbar eine zentrale Rolle. In Gruppen und Chats sollen Empfehlungen zum Kauf verschiedener Kryptowährungen verbreitet werden, die anschließend über Vexorylax gehandelt werden können. Besonders intensiv werde dabei für den angeblichen „OHAI“-Token geworben.

BaFin spricht von Identitätsmissbrauch

Zusätzlich warnt die Behörde vor einem Identitätsmissbrauch. Die Initiatoren der WhatsApp-Gruppen sollen sich als US-amerikanische Non-Profit-Organisation ausgeben und „Operation Hope AI“ bewerben. Als angeblicher Gründer werde „Martin Eichenfels“ genannt.

Interessierte werden dabei auf die Internetseite „operation-hopes(.)de“ verwiesen. Dort sollen Nutzer zunächst an einer Lotterie teilnehmen können, bei der Gewinne in Form von Kryptowerten in Aussicht gestellt werden.

Nach Angaben der BaFin handelt es sich hierbei um einen Identitätsmissbrauch zulasten eines US-amerikanischen Unternehmens. Dieses stehe in keiner Verbindung zu den Initiatoren der WhatsApp-Gruppen.

Weiterleitung zur Plattform Vexorylax

Im weiteren Verlauf sollen potenzielle Anleger dazu gebracht werden, sich auf der Plattform Vexorylax anzumelden. Diese ist laut BaFin über die Domain „vexorylax(.)net“ erreichbar.

Damit folgt der Fall einem Muster, vor dem die Finanzaufsicht bereits mehrfach gewarnt hat: Anleger werden über Messenger-Dienste angesprochen, erhalten vermeintliche Anlagetipps und werden anschließend zu bestimmten Handelsplattformen oder Investitionen weitergeleitet.

Besonders wichtig ist der Hinweis der BaFin, dass ihr keine lizenzierten Institute bekannt seien, die deutsche Anleger über WhatsApp-Gruppen auf diese Weise ansprechen.

Vorsicht bei Anlageangeboten über WhatsApp und Telegram

Die BaFin warnt grundsätzlich vor Anlagebetrug über Messenger-Dienste wie WhatsApp und Telegram. Anleger sollten insbesondere bei angeblich exklusiven Investmentgruppen, außergewöhnlich hohen Gewinnversprechen oder Aufforderungen zum Kauf unbekannter Kryptowährungen vorsichtig sein.

Wer in Deutschland Finanz-, Wertpapier- oder Kryptowerte-Dienstleistungen anbietet, benötigt grundsätzlich eine entsprechende Erlaubnis. Verbraucher können in der Unternehmensdatenbank der BaFin überprüfen, ob ein Anbieter über eine Zulassung verfügt.

Die Warnung zu „Operation Hope AI“ und Vexorylax veröffentlichte die BaFin am 28. August 2026. Sie basiert nach Angaben der Behörde auf § 10 Abs. 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz.

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