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Vorsicht beim Fahrradkauf im Internet: Fake-Shops locken mit günstigen E-Bikes

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay

Mitten in der Fahrradsaison suchen viele Verbraucher im Internet nach günstigen Fahrrädern und E-Bikes. Genau diese Nachfrage nutzen Betrüger aus. Mit professionell wirkenden Internetshops, attraktiven Preisen und vermeintlich großer Auswahl versuchen sie, Käufer zur schnellen Bestellung zu bewegen. Die Ware wird anschließend jedoch nicht geliefert.

Aktuell wird vor dem Internetshop ebikeprofi24.de gewarnt. Dort werden Citybikes, Mountainbikes und E-Bikes angeboten, teilweise zu Preisen, die deutlich unter denen anderer Händler liegen. Ein Fahrrad wird beispielsweise für 910 Euro angeboten, obwohl der reguläre Preis bei rund 1.199 Euro liegt.

Was zunächst wie ein besonders günstiges Angebot aussieht, kann Verbraucher jedoch teuer zu stehen kommen. Bei ebikeprofi24.de handelt es sich nach Angaben der Watchlist Internet um einen Fake-Shop. Wer dort bestellt und bezahlt, erhält demnach keine Ware.

Auffällig günstige Preise sind ein Warnsignal

Ein wesentliches Merkmal unseriöser Shops sind besonders niedrige Preise. Gerade bei hochpreisigen Produkten wie Fahrrädern und E-Bikes können vermeintliche Rabatte Verbraucher dazu verleiten, eine Bestellung schnell abzuschließen.

Vor einem Kauf empfiehlt sich deshalb ein Preisvergleich. Liegt der Preis eines Fahrrads deutlich unter den Angeboten etablierter Händler, sollte genauer geprüft werden, ob der Shop tatsächlich existiert und seriös arbeitet.

Ein ungewöhnlich günstiger Preis allein beweist zwar noch keinen Betrug. In Verbindung mit weiteren Auffälligkeiten kann er jedoch ein deutliches Warnsignal sein.

Angebliche Ebikeprofi24 GmbH existiert nicht

Besonders problematisch sind die Unternehmensangaben auf ebikeprofi24.de. Die auf der Internetseite genannte Ebikeprofi24 GmbH lässt sich nach der vorliegenden Warnung nicht als bestehendes Unternehmen feststellen.

Zwar existieren Unternehmen mit ähnlich klingenden Namen, die konkret angegebene Gesellschaft ist jedoch nicht auffindbar. Gerade bei größeren Anschaffungen sollten Verbraucher deshalb vor einer Bestellung prüfen, ob der im Impressum genannte Händler tatsächlich existiert.

Angaben wie Firmenname, Anschrift, Handelsregistereintrag und vertretungsberechtigte Personen sollten miteinander übereinstimmen. Erfunden wirkende oder nicht überprüfbare Unternehmensdaten sind ein ernstes Warnzeichen.

Verschiedene Zahlungsarten versprochen, am Ende bleibt nur Überweisung

Ein weiteres typisches Merkmal des Fake-Shops zeigt sich beim Bezahlvorgang. Auf der Internetseite werden zunächst verschiedene Zahlungsmöglichkeiten beworben. Beim tatsächlichen Abschluss der Bestellung steht jedoch offenbar nur noch die Zahlung per Überweisung zur Verfügung.

Genau hier sollten Verbraucher besonders vorsichtig werden.

Bei einer klassischen Banküberweisung wird das Geld direkt auf das angegebene Konto überwiesen. Ist der Betrag bereits gutgeschrieben, lässt er sich häufig nur schwer oder gar nicht zurückholen. Fake-Shops nutzen diese Zahlungsweise deshalb besonders gern.

Werden Kreditkarte, PayPal oder andere Zahlungsarten zunächst angekündigt, verschwinden aber während des Bestellvorgangs plötzlich und bleibt ausschließlich Vorkasse per Überweisung übrig, sollte die Bestellung abgebrochen werden.

Auch vor weiteren Fahrrad-Shops wird gewarnt

Neben ebikeprofi24.de werden derzeit weitere Internetseiten als betrügerische Fahrrad-Shops genannt. Dazu gehören:

rad-teile.com

fahrradersport.com

bikedealfactory.com

Auch bei diesen Seiten sollten Verbraucher keine Bestellung vornehmen und insbesondere kein Geld per Überweisung zahlen.

Was tun, wenn bereits bezahlt wurde?

Wer bereits bei einem Fake-Shop bestellt und Geld überwiesen hat, sollte möglichst schnell seine Bank kontaktieren. Unter Umständen kann eine Überweisung noch gestoppt oder ein Rückruf versucht werden. Ist das Geld bereits auf dem Empfängerkonto eingegangen oder weitergeleitet worden, sinken die Chancen auf eine Rückholung allerdings erheblich.

Außerdem sollten sämtliche Beweise gesichert werden. Dazu gehören die Bestellbestätigung, Zahlungsbelege, E-Mails, Rechnungen und Screenshots der Internetseite. Mit diesen Unterlagen kann anschließend Strafanzeige bei der Polizei erstattet werden.

Vor dem Kauf lieber einmal mehr prüfen

Gerade bei Fahrrädern und E-Bikes können vermeintliche Schnäppchen schnell mehrere hundert oder sogar mehrere tausend Euro kosten. Verbraucher sollten deshalb nicht allein auf den Preis achten.

Ein vollständiges und überprüfbares Impressum, nachvollziehbare Unternehmensdaten, realistische Preise und sichere Zahlungsmöglichkeiten sind wichtige Anhaltspunkte. Werden dagegen außergewöhnlich günstige Preise angeboten, existiert das angebliche Unternehmen nicht und wird am Ende ausschließlich eine Überweisung verlangt, spricht vieles dafür, dass Verbraucher die Finger von dem Angebot lassen sollten.

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