Der AktivBasis verfolgt eine klar defensive Anlagestrategie und richtet sich an sicherheitsorientierte Anleger, die den Schwerpunkt auf den Euroraum legen. Investiert wird überwiegend in Renten- und Mischfonds sowie ESG-konforme ETFs, während die Aktienquote auf maximal etwa 30 % begrenzt ist. Sämtliche Zielfonds erfüllen die Anforderungen der Artikel-8- oder Artikel-9-Offenlegungsverordnung.
Entwicklung des Fonds
Im Geschäftsjahr vom 1. März 2025 bis 28. Februar 2026 erzielte der Fonds eine Wertentwicklung von +4,50 %. Angesichts des konservativen Risikoprofils ist dieses Ergebnis als solide einzustufen. Gleichzeitig stieg das Fondsvermögen von rund 18,1 Mio. Euro auf 18,9 Mio. Euro, obwohl die Mittelzuflüsse nahezu ausgeglichen waren. Der Wertzuwachs resultierte somit hauptsächlich aus der positiven Entwicklung der Kapitalanlagen.
Auch langfristig zeigt sich eine kontinuierliche Entwicklung. Der Anteilwert erhöhte sich innerhalb von drei Geschäftsjahren von 56,91 Euro auf 67,98 Euro, was auf eine stetige Vermögensentwicklung ohne größere Schwankungen schließen lässt.
Portfolio
Das Portfolio ist ausgesprochen konservativ aufgebaut:
rund 95 % des Fondsvermögens entfallen auf Investmentfonds,
der Schwerpunkt liegt auf europäischen Staatsanleihen-ETFs,
ergänzt wird das Portfolio durch Euro-Stoxx-50-ESG-Fonds,
Immobilien spielen mit lediglich 0,08 % praktisch keine Rolle.
Diese Struktur reduziert Kursschwankungen erheblich, begrenzt allerdings gleichzeitig das langfristige Renditepotenzial.
Fondsmanagement
Positiv hervorzuheben ist, dass das Management die Investitionsquote flexibel über Futures steuert und kostengünstige ETFs einsetzt. Laut Bericht entstand der Großteil der positiven Entwicklung aus der Auswahl der Zielfonds sowie der aktiven Steuerung der Laufzeiten und der taktischen Absicherung.
Der Einsatz von Derivaten bleibt dabei sehr moderat und dient überwiegend der effizienten Steuerung des Portfolios.
Risiken
Das Risikoprofil ist für einen defensiven Mischfonds vergleichsweise niedrig.
Zu den wesentlichen Risiken zählen:
Zinsänderungsrisiken aufgrund des hohen Rentenanteils,
allgemeine Markt- und Konjunkturrisiken,
Risiken der Zielfonds,
begrenzte Derivaterisiken durch den Einsatz von Futures.
Die Value-at-Risk-Kennzahlen sowie der geringe tatsächliche Leverage von lediglich 1,06 bestätigen die insgesamt zurückhaltende Risikostruktur.
Kosten
Ein kritischer Punkt bleibt die Gesamtkostenquote von 1,49 % pro Jahr. Für einen Dachfonds, der überwiegend in ETFs investiert, erscheint dieses Kostenniveau vergleichsweise hoch. Gerade bei einer defensiven Strategie mit erwarteten Jahresrenditen im mittleren einstelligen Bereich wirken sich laufende Kosten deutlich auf den langfristigen Vermögensaufbau aus.
Fazit aus Anlegersicht
Der AktivBasis erfüllt seine Rolle als konservativer Vermögensbaustein überzeugend. Die breite Diversifikation, der Fokus auf europäische Staatsanleihen und ESG-konforme Anlagen sowie das vorsichtige Risikomanagement sorgen für eine stabile Wertentwicklung mit vergleichsweise geringen Schwankungen.
Für sicherheitsorientierte Anleger, die Kapitalerhalt und moderate Wertsteigerungen anstreben, ist der Fonds grundsätzlich geeignet. Wer jedoch langfristig eine höhere Vermögensbildung erreichen möchte, sollte die relativ hohe Kostenquote kritisch betrachten und diese gegen kostengünstigere Misch- oder ETF-Lösungen abwägen.
Bewertung aus Anlegersicht: 7,5 von 10 Punkten
Stärken
solide Wertentwicklung bei moderatem Risiko
breite Diversifikation
hoher Anteil qualitativ hochwertiger europäischer Anleihen
ESG-konforme Anlagestrategie
professionelles Risikomanagement
Schwächen
vergleichsweise hohe laufende Kosten
begrenztes Renditepotenzial durch den defensiven Anlageansatz
starke Konzentration auf den Euroraum mit geringer regionaler Diversifikation