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Sicherheitsalarm am Flughafen Leipzig Halle – Verdächtige Drohne löst Großeinsatz aus

mariohagen (CC0), Pixabay

Ein ungewöhnlicher Sicherheitsvorfall hat in der Nacht zum Mittwoch den Flugbetrieb am Flughafen Leipzig Halle zeitweise lahmgelegt. Auslöser war zunächst die Sichtung eines unbekannten Flugobjekts. Kurz darauf entdeckten Einsatzkräfte auf dem Flughafengelände eine Drohne mit einem verdächtigen Gegenstand. Der Vorfall führte zu einem umfangreichen Polizeieinsatz und vorübergehenden Einschränkungen im Flugverkehr. Die Ermittlungen dauern an.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Drohne kurz vor Mitternacht auf dem Vorfeld des Flughafens gefunden. An ihr befand sich ein Paket mit einem Zünder. Die Einsatzkräfte stuften den Gegenstand als möglichen Sprengsatz ein und sperrten den betroffenen Bereich sofort ab. Spezialisten der Bundespolizei rückten mit einem ferngesteuerten Entschärfungsroboter an, um den verdächtigen Gegenstand gefahrlos zu untersuchen. Ob der Gegenstand kontrolliert gesprengt werden musste oder sich der Verdacht bestätigte, wurde zunächst nicht bekannt.

Die Drohne lag nach Medienberichten in der Nähe einer ukrainischen Frachtmaschine vom Typ Antonov. Der betroffene Bereich befindet sich im Frachtzentrum des Flughafens und ist vom Passagierbereich getrennt. Dennoch wurde der Flugbetrieb aus Sicherheitsgründen vollständig unterbrochen. Mehrere Maschinen mussten ihre Flugroute ändern oder auf andere Flughäfen ausweichen. Eine Passagiermaschine aus Mallorca wurde nach Nürnberg umgeleitet und konnte erst einige Stunden später nach Leipzig weiterfliegen.

Während der Sperrung musste auch eine Frachtmaschine ihren Landeanflug abbrechen und erneut starten. Nach Informationen aus Medienberichten kollidierte das Flugzeug wenige Kilometer vom Flughafen entfernt in etwa 400 Metern Höhe mit einem bislang unbekannten Objekt. Die Maschine setzte ihren Flug fort und landete vorsorglich in Hannover. Dort wurden leichte Schäden im vorderen Bereich des Flugzeugs festgestellt. Ob ein Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und der gefundenen Drohne besteht, ist bislang unklar. Die Ermittlungen sollen auch diese Frage klären.

Die Polizei schließt derzeit nicht aus, dass es sich um einen Sabotageversuch handeln könnte. Deshalb wird der Fall auch unter dem Gesichtspunkt eines möglichen Staatsschutzdelikts untersucht. Ermittler aus Sachsen und Niedersachsen arbeiten dabei zusammen. Gleichzeitig läuft die Suche nach der Person, die die Drohne gesteuert haben könnte. Bislang gibt es dazu keine Festnahmen.

Der Flugbetrieb konnte gegen 1.55 Uhr schrittweise wieder aufgenommen werden. Die Nordbahn des Flughafens wurde wieder freigegeben, während die Südbahn wegen der laufenden Spurensicherung und Ermittlungen zunächst gesperrt blieb. Nach Angaben der Polizei bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung. Der Flughafen blieb grundsätzlich geöffnet und der Flugverkehr lief am Mittwochmorgen weitgehend wieder planmäßig.

Der Vorfall zeigt erneut, wie empfindlich Flughäfen auf Drohnen reagieren müssen. Bereits eine einzelne Drohne oder ein verdächtiger Gegenstand kann ausreichen, um den Flugbetrieb aus Sicherheitsgründen zu unterbrechen. Welche Hintergründe der aktuelle Vorfall tatsächlich hat und ob es sich um einen gezielten Sabotageversuch oder einen anderen Zwischenfall handelt, sollen die laufenden Ermittlungen der Sicherheitsbehörden klären.

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